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Guthaben per
Kopf der Bevölkerung
von
3333 pCt. zeigt. Im
Königreich Sachsen war die Steigerung folgendermafsen:
Durchschnittsguthaben
Durchschnittswerth
Jahr.
an die Sparkassen
per
per Kopf der Bevölkerung.
Sparkassenbuch.
Mark.
Mark.
1850.
7 > 33
148,86
iSÖO.
I3.*S
182,76
1865.
36,78
217,14
1870.
5b3o
243,48
1875.
94,77
356,49
1877.
102,66
370 , 02 -
Im Jahre
1850 kam ein Sparkassenbuch auf 20,32 Seelen, im
Jahre 1877 hingegen auf 3,60 Seelen.
Wenn man auch zugeben mufs,
dafs
diefer enormen Stei-
gerung verschiedene Ursachen zu Grunde liegen, als z. B. diegröfsere Ausbreitung des Sparkassenwesens selbst, wodurchmanche Capitalien, welche früher in anderer Weise verwendetworden sind, ihren Abflufs dorthin gefunden haben, so ist siedoch von so grofsartigen Dimensionen, dafs man eine Vermehrungder Ersparnisse pro Kopf anzunehmen berechtigt ist. Diese fälltaber um so mehr ins Gewicht, als die Depositare meist demniederenBürger- und Bauernstände, den Knechten, Dienstleutenund Arbeitern angehören, während die eigentlich Begüterten seltendavon Gebrauch machen. Die Entwickelung der Erwerbs- undWirthschafts - Genossenschaftsbanken (Sj'stem Schulze-Delitzsch) ,deren Geschäfte sich im Jahre 1878 auf 2000 Millionen Reichs-mark, und deren angesammelte Capitalien an Geschäftsantheilenund Reserven sich auf 160—170 Millionen belaufen haben, spre-chen nicht minder für diese Annahme, deren Richtigkeit übrigenseinen Rückgang in einzelnen Bezirken und bei gewissen Berufs-arten keineswegs ausschliefst.
Die Uebervölkerungsfurcht ist dasjenige Capitel der Volks-wirthschaft, in welchem sich selbst unter den Anhängern dergleichen ökonomischen Richtung je nach den verschiedenen Zeit-erscheinungen die gröfsten Differenzen zeigen. Roscher drücktdies in einer Anmerkung in dem Capitel «Bevölkerungspolitik>sehr drastisch aus, indem er sagt: «Die Ansichten der Theoretikerlassen regelmäfsig einen Wechsel von Ebbe und Fluth bemerken.