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3 (1895) Politische Schriften von 1848 bis 1868
Entstehung
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Vorwort.

Der und Jener, welchem ich das nachfolgende Schriftchenganz oder bruchstückweise mitgetheilt habe, ehe ich es demDrucke übergab, hat mir von der Veröffentlichung desselbenabgerathen: der Eine, weil er es überhaupt für zweckwidrighielt, die Blößen, welche sich die eigne Partei gab, rück-haltlos aufzudecken; der Andere, weil er nur befürchtete,daß der größte Theil des Publikums jener Ansicht sein undmir meine Offenheit hoch verübeln werde. Mich selberhaben diese Einwürfe nicht einmal zu ernstem Nachdenkenbringen können. Uns bis aufs Kleinste klar zu machen,an welchen Mängeln und Fehlern wir zu Grunde gegangensind, scheint mir eine so einfache Forderung des Menschen-verstandes, daß mein Ohr für jeden Disput darüber taubist. Daß wir nicht von der eigenen Partei reden können,ohne zugleich von der gegnerischen vernommen zu werden,mag unangenehm, mag nachtheilig sein; doch ist es eingrößeres Uebel, seine eignen Unvollkommenheiten nicht zukennen, als sie dem Gegner zu verrathen. Zudem, wasist denn hier Unbekanntes aufzudecken? Da doch die That-sache offenkundig ist, daß wir unterlegen sind, so kann es