manenten Blutvergießen vervollkommnet zu werden. BornierteKorporalssouveräne können darin allerdings das Ideal ihreserhabenen Berufs finden, aber ein nicht blödsinnig gewordenerBürgerstand kann unmöglich nicht seine ganze Kraft diesemunseligen Treiben entgegensetzen.
Die mächtigste Handhabe zur Aufwühlung des öffent-lichen Geistes gegen den italienischen Feldzug hat die öster-reichische und kleinstaatliche Partei allerdings in der persön-lichen Geschichte Ludwig Napoleons gefunden, und es istnicht zu läugnen, daß hier Stoff zu großen Anklagen undBefürchtungen gegeben sei, ja es muß zugestanden werden,daß die desfallsige allgemeine Entrüstung nicht, wie so mancheandere Manifestation, zum großen Teil gemacht und künstlichaufgeblasen ist. Unendlich fern — weit ferner als den öster-reichischen Hofzeitungen und dem schwäbischen Moniteur —liegt uns der Gedanke, für die Lauterkeit der Triebfedernund die Unschädlichkeit der Absichten dieses Mannes einzu-stehen. In unsere« Augen war er ein ausgemachter Ver-ächter der Menschenwürde und des Menschenrechts zur Zeit,wo sich die Wiener Hofskribenten noch mit seiner Ehren-legion schmücken ließen, und wo alle gekrönten HäupterEuropas in seinem teuren Haupt die einzige Bürgschaft fürErhaltung ihres Thrones und si-^o der Religion, derFamilie und des Eigentums erhalten zu sehen beteten.Wir also dürfen diese Edlen jetzt mit gebührender Ver-achtung heimschicken, wenn sie uns das Schreckensbild seinerschwarzen Seele zu heilsamer Einschüchterung vor Augenführen möchten. Wir haben von seiner Freiheitsliebe undUneigennützigkeit einen solchen Begriff, daß wir ihn nichthöher schätzen, als jeglichen gnädigen Landesherrn, welcherihn jetzt vogelfrei erklärt. Das ist aber auch Alles, waswir sagen können. Seine mehr oder weniger zweifelhafteLegitimität macht ihn uns nicht gehässiger oder verächtlicherals seine hundertahnigen deutschen Vettern, und wenn ein