ich schließlich Dich und die Welt durch eiue Konzession inErstaunen setzen, indem ich, wie Du es verlangst, die GothaerDeinem Gerichte Gottes übergebe. Aber eben da ich sehe,wie Du schon triumphierend die Pechpfanne von Sodomund Gomorrha über ihre Häupter aufschwingst, befällt mich,gleich dem Erzvater Abraham, ein menschlich Rühren, undich fordere Amnestie für die Gerechten, so unter ihnenwohnen möchten. Ja, ich kann mir eine Redlichkeit desHerzens und des Verstandes denken, welche dahin gelangt,sich an das Halbe zu gewöhnen, und das resolute Leben indem Ganzen, Guten, Schönen beruhigt fahren zu lassen.Ich kann mir dies um so mehr denken, wenn ich voraus-setze, es habe einer seine besten Jahre und Hoffnungen indeutschem Elend yerseufzt. Schwerer allerdings ist es, sichin den Geist jener bekannten Tugendmoralisten zu ver-setzen, die sich in einem Atem mit der Zunge zwischen dieBayonnette werfen, während ihre Lippen schon den Ladstockküssen, und deren Lippen den Gesetzesschänder zermalm,während ihre Zunge den Staub von seinen Stiefeln leckt.Gelüstet Dir darnach, solches Wildpret mit Haut undHaaren zu verspeisen, so segne der Himmel Deinen Appetit,und damit ich Dir ein Prachtexemplar verrate, laß Dirvon allen „besten Männern" jenen empfehlen, welcher kürz-lich an Schillers hundertjährigem Geburtstag sich berufenfühlte, nach echter Schusterjuugenart im Vorübergehen einherabwürdigendes Bild auf ein bescheidenes Heldengrab zukohlen.*) Dort, wo die Ufer des Rheins anfangen flach zuwerden und wo die ersten Windmühlen an lanzenkundigerRitter Thaten gemahnen, wirst Du auch jenes weisheits-
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