welche zähe an ihrer Überlieferung hängt und ungern anihrer Zukunft verzweifelt, besonders stark vertreten sein;und die im öffentlichen Leben allerdings nicht zu verachtendeRücksicht auf die äußerlich zusammenhaltende Kraft einesalten Namens übt dabei einen wohlbegründeten Einflußaus. Es darf also nicht befremden, daß von der Partei,nachdem sie starke Erschütterungen und in Folge derselbenrechts und links Verluste erlitten hat, sich vorerst noch einansehnlicher Stamm aufrecht hält, so ansehnlich, daß demAkt der Lossagung der etwas zweideutige und unschönklingende Name der „Sezession" gegeben werden konnte.Die Ausgeschiedenen selbst aber, welche bei den heute ge-gebenen Tendenzen der obersten Reichsleitnng den Sinndes ursprünglich dagewesenen Verhältnisses als vernichtetund damit den Existenzgrund der alten nationalliberalenPartei als aufgehoben ansehen, finden sich mit dieser Er-kenntnis auch ganz von selbst in die Zustände zurückversetzt,welche der vor vierzehn Jahren erstandenen Neubildungvorangegangen waren.
Es besteht heute kein Einverständnis mehr mit derRegierung, und der Meinungsstreit über das Maß der imInteresse solchen Einverständnisses zu bringenden Opfer hatdamit von selbst sein Ende erreicht. So weist die einfacheLogik auf jenes uümliche Ziel hin, dem das unmittelbareGefühl mit dem Rufe uach Bildung einer „großen liberalenPartei" neuerdings zudrängt.
Jedoch vom Erkennen uud Schauen bis zum Erreicheueines großen Ziels ist der Weg nicht so rasch zurückgelegt,wie er im Verstände und im Gefühl durchlaufen wird.Die Massen des Volks und selbst die Vielzahl der politischenFührer sammeln sich zu neuen, den veränderten Voraus-setzungen entsprechenden Einheiten nicht mit der Behendig-keit, mit welcher der einzelne Staatsmann seine Bundes-