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5 (1897) Politische Schriften von 1879 bis 1892
Entstehung
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281
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ligen zu beteiligen oder Kongressen beizuwohnen, stets ge-antwortet:Alles, was wir, die Regierten, zwischen unsbesprechen, ist nur Zeitverschwendung. Das Einzige, waseinen praktischen Erfolg behufs Ausrottung des bestehendensanatischen internationalen Hasses haben kann, ist, daßjede Nation anstrebt, bei sich zu Hause die richtige Regie-rung zn erlangen; bis dieses erreicht ist, sind die zärtlichstenErklärungen, welche die ausgewählten Geister einer Nationmit den ausgewählten Geistern einer anderen Nation aus-tauschen, nur vergebliche Mühen, uud sie werden nie Un-yeil verhüten, noch bereits geschehenes Unglück heilen."Heutigen Tages aber ist die Presse, wie allbekannt, einTeil der Regierung, selbst in mehr oder weniger despotischregierten Ländern, uud alles das paßt eben sowohl ans siewie auf die Regierenden und die Staatsmänner. Es wärewohl nicht recht zu behaupten, das; jede Nation die Negie-rung habe, die sie verdiene; man könnte ebenso gut sagen,daß ein Kind, welches mit einem Klumpfuß zur Welt kam,nicht verdient habe, zwei gesunde Füße zu besitzen. Abersolange wir nicht vermeiden können, Diebe und Mörderzu bestrafen, ohne Rücksicht auf das Für und Wider derphilosophischen Theorie vom freien Willen, so lange müssenauch Nationen verantwortlich bleiben sür die Fehler undSünden ihrer Presse, ebeuso gut wie für die ihrer Regie-rung; und wenn sie versuche», den Folgen dieser Fehlerund Sünden zu entgehen, müssen wir ihnen antworten:Verseht euch mit einer besseren Presse oder ertragt inStille die Strafe für ihre Missethaten."

Nun wird man fragen:Wenn es so steht, wennunsere Aufklärung über ihre Presse oder die ihrige überunsere Presse nicht im Stande ist, Abhilfe zu schaffen, waskann eiue Unterhaltung darüber nützen? Was kann esuns helfen, zu wissen, das alles Das, was geschehen ist,