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5 (1897) Politische Schriften von 1879 bis 1892
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sichten für die Präsidentschaftswahl sehr gewonnen zu haben.Der jetzige Präsident Harrison, ein Republikaner und er-klärter Gegner der freien Prägung, sollte voraussichtlicheinem demokratischen Kandidaten weichen. Doch hier standeninnerhalb der Partei abermals die Gegensätze auf. Derbei weitem beste Name für die demokratische Kandidaturwäre der vorletzte Präsident Grover Cleveland , ein Manu,der mit dem Rufe höchster Integrität und bedeutenderFähigkeit von seinem Posten abgetreten war. Und dieserMann ist eben deshalb ein abgesagter Feind des Silber-fchwindels. Sein Rivale innerhalb der Partei, Hill, jetztSenator, vormals Gouverneur des Staates New Jork, lieb-äugelt mit dem Silber.

Ein demokratischer Sieg des freien Silbers im Kon-greß würde nun die Aussichten Hills auf Nomination ge-hoben und die Clevelands herabgedrückt haben. Im Übri-gen aber war der Name Clevelands für den Kampf um denPräsidentenstuhl eine viel bessere Fahne als der Hills. Die-jenigen Republikaner nun, welche mehr Wert darauf legte»,bei der Präsidentenwahl zu siegen, als bei Ablehnung desSilber-Antrags, klügelten aus, daß es vielleicht gar nichtso übel wäre, den Demokraten zu einem Silbersieg zu ver-helfen, um ihrem Cleveland den Weg zu verlegen. Dergegenwärtige Präsident Harrison, republikanischer Kandidatfür die nächste Wahl, würde sich durch ein Veto gegen dieneue Blandbill populär macheu. Ein Sieg über die De-mokratie schien ihnen unter Hills Kandidatur dann um soleichter zu erringeu. Daher machte eine Anzahl Republi-kaner Miene, den Demokraten in der Silbersache unter dieArme zu greifen. Andererseits gab es dafür Demokrateu,welchen die Bekämpfung des Silberschwiudels mehr amHerzen lag als alles andere. Ohne Rücksicht auf die Prä-sidentschaftskampague kam es ihnen vor allem darauf au,