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5 (1897) Politische Schriften von 1879 bis 1892
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her wieder der Antrag auf freie Prägung eingebracht wer-den. Der Senat schien von vornherein gewonnen. Dennschon am Ende der vorhergehenden Legislatur hatte er einendahingehenden Antrag genehmigt, der nur an der ent-gegengesetzten Richtung des Repräsentantenhauses gescheittert war.

Nochmals belebten sich jetzt also die Hoffnungen, unddie Stimmungsberichte aus den Vereinigten Staaten ver-meldeten, daß die Anhänger der ehrlick,en Goldwährung sichauf eine Niederlage gefaßt machten. Nur Eins war höchstauffallend. Trotzdem alle politischen Berechnungen den SiegBlands sehr wahrscheinlich machten, wollte der Silberpreissich von seinem tiefen Fall nicht wieder erholen. Der In-stinkt der realen Jnteresfen zeigte bessere Witterung von denkommenden Dingen als alle noch so schlauen Kalkulationender Maschinenpolitiker.

Eigentümliche Verschiebungen brachte in diese dochschon hinreichend komplizierte Lage der bevorstehende Kampsum die im Sommer dieses Jahres vorzubereitende und imHerbst zu entscheidende Wahl eines Präsidenten der Re-publik. Nicht sowohl wegen der Entscheidung zwischen denParteien als wegen derjenigen zwischen den Kandidateninnerhalb derselben Partei. Vor allem muß nämlich daranerinnert werden, daß die beiden großen 'politischen Parteiensich durchaus nicht mit diesen wirtschaftlichen decken. Esgiebt auch bei den Demokraten ganz entschiedene Gegnerdes Silbers, wie es unter den Republikanern eine AnzahlFreunde desselben giebt. Und dazu steht zwischen beideneine dritte, unabhängige, welche aus ehrlicher Überzeugungsich über die Parteischablone erhebt und den sonderbarenaus der Jndianersprache geholten Namen der Mugwnmp?trägt. Nachdem nun die Demokraten bei den letzten Wahlenfür den Kongreß gesiegt hatten, schienen natürlich ihre Aus-Ski*