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Ähnlichkeit mit des Teufels Gier , als mit dem Instinktirgend eines uns bekannten Tieres." Am Schluß seinerRede beschlich ihn selbst die Empfindung, daß er etwasheftig gewesen sein möge, und er sagte: „Ich bitte umVerzeihung, wenn ich ein Wort gesprochen haben sollte,welches die Gefühle irgend eines Mitgliedes unseres Hausesverletzt haben möchte." (!) Dieser Redner gehört sogar be-zeichnenderweise zu der demokratischen Partei, die in ihrergroßen Mehrheit für silberfreundlich gilt. Und trotz derMaßlosigkeit einzelner Äußerungen und der auf fünfzehnMinuten beschränkten Dauer brachte er eine Fülle wirk-samer Thatsachen und Zahlen vor. Am meisten aber schlugein, daß der Redner ein Amendement für den Fall, daßder Silberantrag durchginge, folgenden Inhalts ankündigte:Wenn auch schrankenlos geprägtes Silber als volles GeldZahlungskraft erlangen sollte, so dürften ausnahmsweisefernerhin nur in Gold bezahlt werden Sparkassenforderungen,Pensionen und Arbeitslöhne. Diese schlau berechnete Klauselverbreitete Schrecken in den Reihen der Silberleute. Siekehrte scharf die Schattenseite ihrer Machination heraus undlegte ihre demagogischen Wirkungen lahm.
Nach Harter folgten noch eine Reihe gewaltiger Rednerderselben Richtung, und es verbreitete sich das Gefühl, diegrimmige Energie, mit welcher die Silbergegner kämpften,enthielte eine ernste Warnung, daß Blands Sache verlorensei, wenn es der Opposition gelänge, die Verhandlungennoch hinauszuziehen. Von Stunde zu Stunde häuften sichdie telegraphischen Meldungen, daß ein Umschlag sich selbstbei den demokratischen Wählerschaften des Südens rege,welche anfangs ihren Abgeordneten vorgeschrieben hatten,für Silber zu stimmen. Dem parlamentarischen Brauch desKongresses gemäß finden während der Debatten nnd ihrergeschäftsordnungsmäßigen Züge und Gegenzüge beständig