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Später wurde versucht, den Schluß bis zum Sonn-abend hinaus zu schieben, und Bland zeigte sich geneigt,bis zum Freitag mit sich akkordieren zu lassen, aber einanderer wütiger Silbermann legte sich dazwischen. DasHaus war so voll wie noch nie. Am folgenden Tag brachteein Silbergegner einen Antrag auf Tagesordnung ein, derganz überraschender Weise 148 Stimmen gegen 147 bekam.Nun sprang der Sprecher Crisp ein und gab mit seinerStimme den Ausschlag nach der andern Seite, sodaß derAntrag mit Stimmengleichheit abgelehnt war. Darauf er-hob sich der Protest, es sei salsch gezählt worden, und nach-dem dies plausibel gemacht worden, erfolgte eine neue Ab-stimmung. Aber hier unterlagen die Silbergegner mit einpaar Stimmen. Die Debatte ging weiter. Einige Redner,die bis dahin unbekannt waren, machten großen Eindruck.Alte Parlamentarier sind dort eine Seltenheit, die Periodendauern nur zwei Jahre, und Alles wechselt im rascheilFluß der Ereignisse. Der derbste Silberfeind war einsolcher Neuling, Harter von Ohio . Eine Episode seinerRede beschreibt eine Zeitung, wie folgt: Als Herr Harterschilderte, wie die Silberbarone das Volk an der Kehlepacken, um es zur Prügung ihres Silbers zu zwingen, er-griff er den Stuhl, auf welchen Herr Mac Karg vor ihmsaß, und rüttelte dermaßen daran, daß der Vormann ent-setzt in die Höhe fuhr. Dabei ließ er sich unter anderemzu folgenden Ausbrüchen fortreißen:
„Jetzt verlangen diese Silberbarone, daß die Regierungeingreife nnd ihr Silber, welches sie nicht einmal zuW Cents die Unze verkaufen können, ihnen zu 120 ab-nehme und damit das Gewerbsleben des Landes vernichtennd des Volkes Wohl und Glück zerstöre. Dies ein schweini-sches Verfahren nennen, w clssorids ttiis tioMistuiWs,hieße das nützliche Tier verleumden; so etwas hat mehr