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mit auf seine Initiative errichtet. Arnhold beteiligt sich auch andem Bau der Gasanstalt in Lodz. Zur Finanzierung dieser Pro-jekte gründet er noch 1923 die Gas- und Kraftwerke A.-G. alseine Art Dachgesellschaft. Seit 1881 ist er an der A.-G. für Koh-lendestillation in Balmke bei Gelsenkirchen beteiligt und gehörtderen Aufsichtsrat an. Die gleichen Interessen führen ihn auchzur Beteiligung an der Berlin-Anhaltischen Maschinen-Bau-A.-G.in Dessau, deren Aufgabe es wird, die technische Ausgestaltungder Gaserzeugung und -Verwendung zu pflegen. Seit 1900 ist erAufsichtsratsvorsitzender der BAMAG. Wie Emil Rathenau ent-deckt auf seinem Gebiete auch Eduard Arnhold das Geheimnis derErweckung des Bedarfs. Indem er den Konsum anzuregenversteht, schafft er die Grundlagen für die Produktion. Mankannte wohl den Weinreisenden, den Vertreter von Tuch- undKonfektionsfirmen, der seine Abnehmer aufsucht. Arnhold istder erste, der regelmäßig durch Vertreter neue Kohlenkundenwerben läßt. Der Großhändler wird so für den Produzentenimmer unentbehrlicher, immer stärker sein Einfluß auf die Pro-duktion selbst.
Nach dem Vorbild des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyn-dikats wird auf seine Anregung am 1. April 1890 und unter dertatkräftigen Mitwirkung Fritz Friedlaenders die Vereinigung deroberschlesischen Kohlenproduzenten geschaffen, die gewissePreisabreden mit sich bringt. Erst die am 1. Oktober 1898 ge-gründete Oberschlesische Kohlenkonvention führt zu einem fest-geschlossenen Kartell, das mit den Firmen Caesar Wollheim undEmanuel Friedlaender & Co. langjährige Verträge schließt.Arnhold gelingt im gleichen Jahre eine Verständigung zwischenden Oberschlesiern und dem Rheinisch-Westfälischen Kohlen-syndikat über die Belieferung des stark umstrittenen BerlinerMarktes. Oberschlesien, das 1889 erst ca. 15 Millionen t Kohlefördert, kann bis zum Weltkrieg seine Produktion verdreifachen.Ohne die Tätigkeit Arnholds wäre diese Leistungssteigerung ineinem Vierteljahrhundert unmöglich gewesen. Sowohl in einerSchrift „Zur Kohlenfrage“, die 1900 anonym vom Oberschlesi-schen Berg- und Hüttenmännischen Verein herausgegeben wird,wie während der Beratungen der Kartell-Enquete 1903, der