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sie zur Ausschaltung gegenseitiger Konkurrenz einen Vertrag,der die Absatzgebiete genau abgrenzt. Jeder soll existierenkönnen. Arthur Koppel gründet unter seinem Namen ein neuesUnternehmen und übernimmt das Auslandsgeschäft. BennoOrenstein behält die Firma Orenstein & Koppel bei und bleibtauf Deutschland angewiesen.
Diese Trennung bedeutet für Orenstein einen Vorteil. Dennnun kann er seine Firma ganz nach seiner eigenen Eingebungentwickeln und planmäßig ausbauen. Immer mehr zeigt er sichals ein genialer Organisator. Kein Mann des großen Wurfs,eher bedächtig, aber stark konstruktiv veranlagt, organisiert ersein Geschäft bis ins kleinste, schafft so ein mustergültig geleite-tes kaufmännisches Unternehmen. Von ungewöhnlicher Arbeits-kraft, streng gegen sich selbst, kennt er nur das eine Ziel: dasWohl seines Hauses. Mit eiserner Energie verlangt er die gleicherücksichtslose Unterordnung von seinen Mitarbeitern. Mitseltenem Blick entdeckt er unter ihnen die Talente, die er sicherzieht. Sein Wille ist maßgebend, sein Wort entscheidet.
Im Jahr der Trennung von Koppel eröffnet die Firma Oren-stein & Koppel ihre erste Filiale in Dortmund. Der rheinisch-westfälische Industriebezirk braucht im steigenden Maße Feld-bahnen. Filialen in anderen Städten folgen: 1886 in Breslau,1887 in Königsberg und Köln, 1889 in Hamburg, dann inLeipzig, Straßburg, Danzig, München, Magdeburg usw. Inallen Gegenden Deutschlands bürgern sich die Waren desHauses Orenstein & Koppel ein. Im Jahre 1890 läuft das Ab-kommen mit Arthur Koppel ab. Jetzt geht auch Orenstein insAusland. In Prag wird 1890 die erste außerdeutsche Verkaufs-niederlassung eröffnet, in den nächsten Jahren folgen Wien undBudapest.
Schon seit Jahren wurde versucht, in der eigenen Werkstattam Tempelhofer Ufer die Produkte gebrauchsfertig zu machen.Im Jahre 1893/94 glaubt Orenstein genügend Erfahrungen ge-sammelt zu haben, um zur eigenen Fabrikation übergehen zukönnen. War er einst als Händler der Begründer des Feldbahn-systems in Deutschland, so legt er jetzt den Grund zur größtendeutschen Feldbahnfabrik. Die beiden neuen Werke in Tempel-