Das Innere der Erde.
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aus dein Innersten der Erde an die Oberfläche hervortreten, zudem Schlüsse, daß bei fortschreitender gleichmäßiger Progressiondieser Zunahme schon in einer Tiefe von etwa 50 (oder von nur 5)geographischen Meilen das Innere nur im Zustande allgemeinerSchmelzung sich befinden könne. Danach würde also die festeErdkruste nur etwa in einer Mächtigkeit von 50 geographischenMeilen den äußeren Kranz des inneren allgemeinen Hitzheerdesumgeben. Ein inneres Erdfener würde alle Reactionen der Erd-wärme und des Vulkanismus auf der Erdoberfläche bedingen, keindichter Erdkern, sondern eine feuerflüssige Masse vorhanden sein.Licht uud Wärme, fagt daher ciu geistvoller Geolog, belehren unsüber die äußersten Grenzen unseres irdischen Daseins; der Licht-strahl aus den fernsten Welträumen, der Wärmegrad ans demInnersten der Erde.
Englische Physiker haben neuerlich die Beobachtungen an ein-zelnen Stellen der Erdtiefe durch Schlüsse auf den ganzen Um-fang der Erdrinde ausgedehnt, eine Schlnßweise, die wir nichtfür folgerecht halten können, da uns die gleichmäßig fortschreitendeProgression der Zunahme unbekannt bleibt. Die Beobachtungzeigt, so sagcu sie, daß bei jeden 100 Fuß in die Tiefe derErde die Temperatur um einen Grad (Celsius) zunimmt. Bei10,000 Fuß Tiefe gäbe dies die Temperatur des Siedepunkts,bei 120,000 an 1200° Hitze, bei welcher Gußeisen schmilzt undBasalt flüssig wird. Diese Tiöfe von 120,000 Fuß ist gleich5 geographischen Meilen. Diese 5 Meilen vom Durchmesser derErde (1719 Mcilcu) verhalten sich nnr wie 1:344. Den einenTheil nähme also nur die dünne feste Schale der Erdrinde ein.Alles übrige wäre flüssiges Feuer. Das Verhältniß wäre etwadasselbe wie bei dem Hühnerei das der dünnen Schale zu demdes Flüssigen. Airy basirte auf diese Auuahmeu die Hypo-these, daß die Erdrinde daher etwa gleich den Eisschollen ans demWasser auf jenein elastischen Dampf- und Fcuermeer schwimme.