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Allgemeine Erdkunde : Vorlesungen an der Universität zu Berlin gehalten / von Carl Ritter
Entstehung
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44 Wasser und Land.

So sollen sich Erdbebe», Berstnngen und Hebungen aller ,'lrlerklären.

Die Flächenranine der flüssigen und festen Formen oder vonWasser nnd Land.

Der Flächenraum, den die Erdoberfläche einnimmt, wird nachgeographischen Qnadratmeile» berechnet. Deren gehen 15 Väiigeu-mcilcn ans einen Grad deö Aequatorö, oder eine deutsche Meileist gleich 22,843 Pariser Fuß oder 23,661 rhcinländischen Fuß.So kann man die Meile in runder Snnnne gleich 24,000 Fußangeben.

Beträgt ein Grad des Erdbogens uuter dein Aeqnator alsgrößten: Kreise 15 geographische Meilen, so ist der Gesammtum-fang des Aequators oder des größten Kreises 15.360 5400Meilen. Der Umfang des Kreises verhält sich aber znm Durch-messer wie 355 zu 113. Ich erhalte also 5400: 1718 ZzZ alsDurchmesser der Kugel, oder in runder Summe 1719 geogra-phische Meilen.

Der größte Kreis der Kugel 5400 Meilen mit dem Dia-meter 1719 Längeumeileu multiplieirt giebt die Oberfläche derErdkugel in Quadratmeilen:' 9,282,600 Qnadratmeile». Aberdies wäre die Oberfläche für die ideale vollkommene .Mgel derErde. Nun ist die Erde aber keine vollkommene Kugel, sonderuei» au beiden Polcu abgeplattetes Sphäroid. Daher wird, beideu verschiedene» Annahmen der Abplattung des ErdsphäroidSauch die Berechmmg der Oberfläche der Erde sehr verschiedeneSummeu gebe». Sie schwanken zwischen der niedrigsten 9,261,000Ouadratmeilcu bis zur höchsten 9,280,000 Qnadratmeilen. Wirbleiben bei der runden Summe stehen, die zu geographischen all-gemeinen Betrachtungen ausreicht. Hier kommt es uur auf cha-raktcrische Verhältnisse an, nicht auf ein Eingehen in Speciali-