Wasser und Land.
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täten. Rein absolut gültige Summen konnten aus diesem Ge-biete fortschreitender Messungen uud unablässiger Berichtigungendes Positiven iibcrdem noch nicht gewönne» werdeu. SolcheZahleuangabeu und Schätzungen sind mir Annäherungen zurWahrheit.
Anch die Angabe, welchen Antheil davon das Wasser unddas Land nehme, muß schwankend ausfällen. Man sagt gewöhn-lich, zwei Drittel käme» auf das Wasser und ein Drittel aufdas Land, oder drei fünftel auf Wasser und zwei Fünftel aufLand. Dies sind nnr oberflächliche Schätzungen. Auf genauestenMessuugcu, die durch A. v. Humboldt nach den besten Land-karten nnd nach den besten Methodeu angestellt wurden, beruhtdie Augabe, daß, wenn mau die Oberfläche der ganzen Erde — 1setzt, das Meer davon 9,734, das feste Land nur 0,266 einnimmt.Das feste Land beträgt daher wenig mehr als eiu Viertel, dasMeer beinahe drei Viertel der Erdoberfläche. Das genauesteVerhältniß beider ist bis jetzt Noch unmöglich anzugeben, ausMaugel an gehörigen Vermessungen der Länder, zumal der frem-den Erdtheile, wie der Meere. In den beiden großen abgeplat-teten Erdscheiben des nördlichen uud südliche»? Polarkreises, welchedoch zusammcu nahe an 800,000 Qnadrarmeilen einnehmen, istdas Verhältniß von Wasser und Land noch gänzlich unbekannt.
Die geometrische» Aufnahmen der Länder und Meere ge-hören üderhaupt zu deu schwierigste»? und kostbarste?? Unterneh-mungen. Die erste Vermessuug Fraukreichs mit der Meridian-messung vou Paris vor l50 Jahre» durch die Cassiui kostete4 Millionen, die zweite 16 Millionen; und doch war in diesen?Jahrhundert eine dritte, noch kostspieligere, durch dei? Fortschrittder Instrumente nnd der Wissenschaftei? nothwendig geworden.Die wenigsten Staaten haben aber so große Summen auf Ver-messungen verwendet, wie Frankreich .