Hochländer.
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Hochländer.
Die Hochländer als Contiuuitäten, als stetig geschlossene Mas-sen der Erdrinde, erreichen zwar zuweilen die Hälfte oder dendritten Theil (12000 —8000 F.) der höchsten Gebirgshöhe, abernur selten. Im Durchschnitt liegen sie 4000—5000 F. über demMeere. Wir nehmen die letztere Höhe willkürlich als einen Ein-theitnngsgrund für zwei Hauptklassen von Hochländern an. Dieeinen steigen über das Maß empor, die andern bleiben hinter dem-selben zurück. Willkürlich nennen wir die Tbeiluug, weil die blosrelative Bezeichnung des hoch und niedrig als Maßstab für geo-graphische Verhältnisse zu unbestimmt bleibt. Erst wenn alle Hö-hen und Tiefen der Erdoberfläche gemessen sein werden, wird sichein absolut gültiger Maßstab für alle hypsometrische» Verhältnissein ihrem Durchschnitte für ihre Uebergänge und Extreme findenlassen. Bis dahin kann für einen verständlichen Sprachgebrauchdie willkürliche Abtheilung in zwei Klassen dienlich sein, denen sichdann alle andern Modificationen bestimmter und anschaulicher un-terordnen.
Hochländer oder Plnteaulandschaften erster Höhe oder Größe.
Plateaus erster Klasse ucnncn wir also massige und stetigeGesammterhebuugcn, die über 4—5000 F. steigen. Die extremeErhebung eines Hochlandes erster Klasse nach oben hin ist nochzu ermittelu übrig; nach unten geht diese Form in die zweiteKlasse über. Der Uebergang nach unten ist zuweilen sehr schwierigzu ermitteln.
Die Hochplateauflächcu Asiens steigen über 14000 F. Essind die Gegenden um die Quelle» des Ganges und des Indus.Ganz Centralasieu ist zwar massenhaft mit Hochländern bedeckt,aber sie gehören keineswegs zu den höchsteu und verbreitetsten.Sie sind immer noch kolossal durch die weiten Räume, die sie