Uebergangsfvrmen.
der herrscht die größte Mannigfaltigkeit. Man kann etwa dreier-lei Begrenzungen unterscheiden: eine schroffe, plötzliche, mitder eiu größter Coutrast von Höhe und Tiefe hervortritt; einenallmählichen Uebergang, der kaum zu bemerken ist; oder dasHochland fällt in Stufen oder Terrassen zu der Tiefe.
Doch auch in diesen Uebergängen findet wieder eine so großeMannigfaltigkeit statt, daß sich, wie in allen Natnrformen, keineinathematischen Grenzmarken abstecken lassen. Ucberall treten Mo-dificationen der Grundverhältnisse hervor. Das indische Tieflanddes Indus und Ganges steigt nordwärts schroff und Plötzlich zumHochlande von Tübct empor. Ebenso das Tiefland der Südsee-küste Südamerikas ostwärts schroff zu dem Hochlande von Peru und Quito . Allmählich ist der Uebergang des uorddcutschen Tief-landes der Elbe und Oder von dem baltischen und Nordseestrandesüdwärts durch Mitteldeutschland, Sachsen, Böhmen und Fran-ken zu dem bairischen Hochlande am Nordfnß der Alpengebirge.Terrassenländer mit entwickelten UebergangSstufen sind das Spa-nische Hochland von Süd gegen Nord; der Nordabfall des cen-tralen Hochlandes von Asien nordwärts gegen Sibirien ; der Ost-abfall des Peruanischen Hochlandes gegen das Niederland des Ama-zonenstromes.
Eben so verschieden sind die absoluten Höhen der Hochländerüber dem Meereshorizont. Doch steigt die Gesammterhcbung dergroßen Hochländer keineswegs zu so kolossalen absoluten Höhenauf, wie die der isolirten Gebirgsgipfel und Gebirgsketten. Dieseerreichen die Höhe bis zn einer deutschen Meile (24,000 Fuß senk-recht), ja selbst noch in einzelnen Gipseln darüber hinaus, wie inden Riesenpiks des Himalaha. Im Mount Everett 27,000 F. istdie Masse der Erdrinde zu ihrer größten Höhe emporgestiegen,wenn nicht im Süden desselben noch höhere Punkte aufgefundenwerden.