Niedere amerikanische Plateaus.
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scheinen mehr als Stufenländer der Uebergänge vom Hochlandezum Tieflande, als daß sie selbständige Formen bildeten. Da, woA. v. Humboldt sie gegen die Ebene des Amazonas gemessen, hat-ten sie nur eine absolute Höhe vou 1050 bis 1200 Fuß, abermehr das Ausscheu von währen Ebenen, und unterschieden sichvon dem anstoßenden Tieflande des Amazonenstromes nur durchihre größere senkrechte Erhebung; ihr Abhang gegen die Strom-vercngung des Pongo von Mauscriche war unmerkbar.
Zwischen den nordöstlichen dreifachen Verzweigungen derTransvcrsalketteu der Cordilleren südwärts bis zu deu Ebenendes Orinoco wurdeu von demselben Forscher zehn verschiedene klei-nere Plateaubildungen dieser niederen Art gemessen, die unterdem Ausdrucke der Vieiras templg,äas, der tcmperirten Länder,im Gegeusatze der heißeu Niederungen (^lerras oalientas), undder kalten Höhen (lerras ü-ias) in den Küstenländern von Ve-nezuela und Caracas bekannt sind, und zu mittlere» Höhen vou1800 bis zu 6600 Fuß, also bis in die untere Grenze der erstenKlasse der Hochländer sich erheben.
Anch zwischen den Bcrggruppeu Brasiliens werden manchePlateaubildungen niederer Art vertheilt sein, da die Bergzüge dortweniger in großen Ketten als in Gruppen liegen, nicht über 2700bis 5700 Fuß Höhe zu erreichen scheinen, und zwischen sich großeRäume uuter dem Namen der Campos ausgebreitet lassen, diekeine Niederungen, sondern vielmehr plateauartige Bildungen derErdrinde von mittlerer Erhebung zu sein scheinen.
Die Südspitze Südamerika's, südwärts des Rio-Negro (45°S.Br.) bis zur Magalhaensstraße, erhebt sich (wie das Plateauder Hottentotten am Südende Afrikas ), als Plateau Patagoniens,zu einem wahren Tafellande, von 1200 bis 1400 Fuß Meeres-höhe. Es ist vou nackten horizontalen Steinschichten, Porphyr-gestcin, oder ungeheuren Lavaströmen überzogen, nnd in der Rich-tung von der Ostküste auf dem Santa-Cruz-Strome von Capitaiu