1Z6 Bildung der Germanisch-Sarmatischen Niederung.
die Leipziger Bucht bis zur oberu Elbe; der Lausitzer Berge unddes Rieseugebirges bis zu den Glatzer Bergen bis zur obern Oder;die Trebnitzer Berghöhen Schlesiens und die niederen Plateau-höhen der Vorkarpathen um Krakau bis zu den Berghöhen vonKielce und dem Zusammenfluß des San mit der Weichsel . Esfolgen als SUdrand der immer breiter werdenden Niederung diebis 1000 Fuß hohen Plateanbildungen Galiziens (wo Lemberg 900 Fuß über dem Meere), Wolhyniens und Podoliens dannflache Plateauzüge bis zum Dnepr.
Die geognostische Schilderung der Ränder dieses Meeres, daseinst Europa umflossen hat, ist wichtig, weil man daraus auch aufdie Ursachen dieser großen Katastrophe zurückschließen kann ').Wir bleiben hier nur bei dem geographischen Gesammtcharakterdieser für Mitteleuropa so wichtigen Naturform der großen ger-manisch-sarmatisch-russischen Niederung stehen.
Schon bei Betrachtung der niedrigsten Plateaubildung isterwähnt, daß am Nordsaume dieser großen Ostseeniedernng, derniedern Hügelzüge der pommerschen und preußischen Seeplatte dieKüstenniedernng von dem mittlern rein continentalen Niederlande in einer mittlern Höhe von etwa 300 Fuß thcilweise abscheide, undhier uud da in einzelnen aufsteigenden Höhen als ein Uebergang vomNiederlande zum untern Plateaustreif angesehen werden könne.
Hier ist zu bemerken, daß jene schmalen und langen, meistaus lockerm Sand und andern losen Erdmassen aufgehäuften Zügejener baltischen Seenplatte am Südrande Pommerns und Preußens großentheils für angehäufte Dünenreihen eines spätern sich gegenNorden zurückziehenden Meeresrandes angesehen werden können.In ihren tiefern See- und Flnßthälern, wie im tiefen Weichsel-durchbruch unterhalb Thorn, haben sich nur lockere Schuttmassen,