148 Entstehung der Pontisch-KaSpischen Einsenkung.
Kaspischeu See. Er bezeichnet also selbst die Richtung des Gebirgs-abfalls zu jeuer große» Eiuseukuug, der großen Depression im Ostendes Kaukasus mid Armeniens , in? Norden des persischen Hoch-landes, und im Westen des Hindukhu- uud Bolor - Systems oderdes Imaus der Alten.
Der untere Lauf des Oxus abwärts vou Buchara wühlt sichnur noch iu lockere Schutt-, Kiesel- und Sandmasseu ein, uudtonnte daher während Iahrhuuderteu iu leichteu Bcrschiebungcuvonl Kaspischen See zum Aral -Sce sich umäudcru, ebeu sowie derLauf des alten Iaxartcs oder Shr Darja zum Aralsee. Dasgroße Bucharische Blachfeld ist hier uur mit lockerm Schuttgeröllüberschüttet, dem größern Theile nach Steppe und alter Seebodeu,der eben so wie die nördlicheren flacheren Umgebungen des Kas-pischen- nnd Aral -Sees auf frühere Katastrophen zurückweist,welche mit ihren Trümmern erst das ganze Gebiet ausfüllteu undüberdeckten.
Schon Halley suchte sich die Entstehung dieser großeu Ein-sentuug des Kaspischeu Meeres zu erklären, uud uahm in seinerAbhandlung über die Kometen den Stoß einer Komctenkugelvon ungeheuren Dimensionen zu Hülfe. Arago dagegen suchtezur Erklärung, statt unbekannte Himmelskräfte hcrbeizurufeu, dieauf dem tellurischen Erdenrund noch heute thätigen Kräfte, dieplutonischeu und Dampf-Gewalten, in Anspruch zu nehmen.Niemand, bemerkt er, zweifle heutzutage uoch an der Hebungs-theorie, durch welche die Geologie so überzeugend die Entstehungder Hochshsteme der Erde in ihren Formen und iuneru Bestand-theilen nachweist. Emporhebung großer Massen setze aber noth-wendig Erzeugung eines leeren Raumes iu dcu umliegenden Län-dern voraus, aus dem dieselben emporgehoben wurden. Unddamit sei auch die Möglichkeit des Wiedereiusiukens derselben ver-bunden. Daher erscheine es sehr natürlich, auch bei dem imgroßen Halbkreise gehobenen kolossalen Gebirgs- und Plateauring