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Salzseen von Suez.
tigen. Sie drang nämlich in das Querthal des Wadi Tumiletein, in welchem die Salzmoräste oder Seen liegen, wo man dieSpuren der alten Kanalbauten der Aeghpter entdecken konnte. Mankonnte zu der Vorstellung kommen, daß die sandige Landenge vonSuez nur ein Product von Dünenanhäufuugen und Anschwem-mungen beider Meere sei; dann wären die bittersalzigen Seever-tiefungen in ihrer Mitte nur als Ueberrest des alten Meeresgrundeszurückgeblieben. Noch neulich sind Vertheidiger jener frühern Mes-sung aufgetreten, vorzüglich ?avier, !>!ote sur les ^ivellemousäavs 1'Istnrne äs Lu<Z2. ^t^vu. ?rar><z. 1853. Ar. 31. Seit1845 find im Interesse der neu projectirteu Kanalverbindung fünfneue Nivellements zu Stande gekommen (z. B. von Bourdaloueund Smaet de Bellesords), welche jene Resultate widerlegen undzeigen, daß nach übereinstimmenden Resultaten der Niveau-Unter-schied zwischen beiden Meeren nur ein Minimum (0,18 Meter oderetwa 5 Fuß) beträgt, die beiden Oceane also wie überall auf demErdenrund im Gleichgewicht stehen. Damit fallen so manche aufjene irrige Annahme gegründete frühere Hypothesen von selbst weg.
Die Ueliergä'uge zwischen den Contrasten, das Stufenlandund die Stromsysteme der Erde.
Zwischen den beiden Hauptarten der plastischen Gestaltungengroßer Erdräume oder ihrer grandiosen Naturformen finden Ueber-gänge statt in unendlicher Zahl, in unendlich mannigfaltiger Form.
Wenn der Begriff von Hochland und Niederland in der gleich-mäßig stetigen, geringern oder bedeutender», absolute» Erhebungbesteht: so unterscheiden sich die Uebergänge ganz charakteristischeben dadurch, daß sie keine stetige gleichartige Gesammterhcbuughaben, sondern eine bestimmte Verschiedenheit, ein Aufsteigen, odernach der andern Richtung eine Senkung zur Tiefe, und zwar inbestimmter Progression. Ihr wesentlicher Charakter besteht inder Ausgleichung der Höhen und der Tiefen, welche zu einer ge-