Europäisches Stusenland,
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Krakau, Warschau. In Westeuropa habeu die gesonderten mil-deren Grnppirnngen der Naturtypen auch ihrem Antheile nachzu der eigenthümlichen historischen Entfaltung beigetragen. ReicheLandschaften kounten Fruchtkammern für Agriculmrvölker werdeu.Die maritimen Verhältnisse der Gestadeländer habeu überall denstarren Particularismus der Festländer zur Weltverbiudung, zurColonisation in die Feruen, zum Kosmopolitismus hiugeleitet. Soin älteru Zeiten die Phönicier, die Portugiesen im Mittel-alter, und in spätern Zeiten zumal Spanien, England, Holland und die Niederlande . Fischer-, Schiffer- und Handelslebeu iu dieNähe und weiteste Ferne sind hier das Hauptziel der Bevölke-rung geworden. Im Innern des continenlalen Westeuropa siuddie Stromsysteme von vorherrschendem Einfluß auf den Geschäfts-gang geblieben; die norddeutschen Ströme auf die Entwickelungder Stufenländer der Sachsen und ihrer Stammcsgenossen in. dernorddeutschen Ebene bis nach den Salischen Franken in den nord-französischen Ländern au der Scheide, Seine und Loire , dasgroße Stromsystcm der Douau mit seinem mächtigen Stufenlande,auf gauz Süddeutschland und seiuen Verkehr durch Ungaru mit derWallachei uud dem Morgcnlande; Weichsel, Oder, Elbe, Weser habenvon jeher mit ihren Stufeuländern deu Norden der Slawen undGermaniens mit deu überseeischen vorliegenden scandinavischen undangelsächsischen Küstenlandschaften in Verbindung gesetzt uud ebenso viel von ihnen angenommen als ihnen gegeben. Das großeStufenland des Rheinstroms, des Durchbrechers der helvetischenAlpcnkette wie der deutschen Gebirgszüge, von dem Schwarzwald und den Vogesen durch Odenwald, Hardt, Speßhardt, Taunus ,Hundsrück, Eisel und Siebeugebirge, hat auch in seiner Normal-richtung gegen die Nordsee den Süden und den Norden Mittel-europas in geselligen Verkehr gesetzt. Es zeichnete anfangs dieFortschritte der Römercntdeckungen vor, von den Helvetiern,Galliern, Germanen bis zu den Batavern. Die gallischen und
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