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Europas Glieder.
und den bottnischen Meerbusen gespannt, eine Gebirgshalbinsel,westwärts mit Alpenland erfüllt, gegen den Süden gekehrt.
Die Jütisch-Dänische Halbinsel zwischen Trave undElbe beginnend, nach dem Norden gewendet, nur von Europa ,zwischen Ostsee und Nordsee gestellt, ein flacher Landrücken.
Das vielgetheilte Halbinselgebiet Hollands, zwischenEms und Rhein beginnend, ein ganz flaches Tiefland, mit seinemVorland-'gegen Norden gestreckt.
Das Halbinselland der Normandie und Bretagnezwischen Seine und Loire , ein felsiger Granitboden, springt gegenden Atlantischen Ocean mit klippigen Felsstirnen vor.
Die Halbinsel Spanien , das Phrenäische Halbinselland,10,000 UlMcilen, ein Sechzehntel von Europa , ein rhomboidischgestaltetes und zngernndetes, terrassenförmig aufsteigendes, fast in-sularisches Plateau, gegen Südwesten gewendet.
Die Apenninen-Halbinsel, Italien, ^ von Europa ,gegen Süden langgestreckt, zwischen den Alpen und Sicilien, vonGebirgsketten in der Mitte durchzogen.
Die Halbinsel Griechenland, zwischen der Donau biszum Peloponnes (Morea ); eine vielfach in sich getheilte Gebirgs-und Plateaulandschaft, das reichgegliedertste Peninsularshstem derErde, ein Fünfzehnte! von Europa .
Die Halbinsel Krim (l'-rurica (Zliersonssus), ein rhom-boidisch gestaltetes nur zur Hälfte gehobenes Plateauland im Süden,in der Nordhälfte flaches Steppenland; die einzige GliederungSüdosteuropas zum Pontus.
Jede dieser Halbinselbilduugeu ist räumlich verschieden ge-staltet, jede mit andern individuellen Verhältnissen ausgestattet. Eszeigt sich in ihrer peripherischen Stellung um den ganzen Erd-theil die größte Mannigfaltigkeit peninsularer Entwickelung im ver-hältnißmäßig kleinsten Raume auf Erden. Das Peninsularshstemvon Griecheulaud am Südostende des Erdtheits findet sein noch