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Die Geldvermehrung im Weltkriege und die Beseitigung ihrer Folgen : eine Untersuchung zu den Problemen der Übergangswirtschaft / von Robert Liefmann
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Gebrauchsgüter, und sie werden allgemeines Tauschmittel, wennsie vertretbar sind. Solche vertretbare, allgemein benutzte Tausch-mittel kann man schon Geld nennen. Die Eigenschaft der Ver-tretbarkeit besitzen die Metalle vermöge ihrer Teilbarkeit undGleichartigkeit in reinem Zustande schon, solange sie nur zuge-wogen werden, was ohne jede staatliche Regelung möglich ist undsich jedenfalls auch so entwickelt hat. Schon in diesem Zustandebilden sich in dem allgemeinen Tauschmittel Preise, d. h. hierden Wirtschaftssubjekten mehr oder weniger genau bekannte Ge-wichtsmengen des Tausch mittels, die sie für dieses oder jenesGut hingeben müssen. Mit diesen Preisen wird nun von den Wirt-schaftern bei ihren wirtschaftlichen Erwägungen gerechnet, undso entwickelt sich schon in diesem Stadium des Geldwesens die all-gemeine abstrakte Nechnungseinheit, die also älter ist als die Schaf-fung der Münze seitens des Staates. Sie beruht auf dem Rechnenmit Geldeinheiten, selbst wenn solche faktisch nicht gezahlt werden,also auch in den unendlich viel häufigerm Fällen, in denen Amsätzeschließlich nicht zustande kommen. Daher ist KnappsStaatlicheTheorie des Geldes" auch ganz unhistorisch, und sie beruht außer-dem auf der üblichen Verwechslung bzw. mangelnden Unter-scheidung von Geld im realen und im abstrakten Sinne. Denn nurdas Geld im realen Sinne ist einGeschöpf der Rechtsordnung",dienominale Werteinheit" aber, von der sich Knapp mit dergelegentlichen Behauptung begnügt, daß siehistorisch definiert"sei, weil er sie nicht erklären konnte, ist nicht vom Staate geschaffen.Äbrigens ist auch diesenominale Werteinheit" noch ein höchstunklarer Ausdruck, weil auch Knapp natürlich nicht von der bis-herigen Auffassung loskam, daß die Geldsummen, die Preise,Werte ausdrücken. Erst durch die psychische Wirtschaftstheoriewird das Wesen des Geldes klar, durch Ersassung seiner inner-wirtschaftlichen Funktion als Nutzen- und Kostenvergleichsmittel.Soviel auch über das Geld geschrieben worden ist, diese Funktion,aus der heraus alles zu erklären ist, ist infolge der materialistischenAuffassung der Wirtschaft niemals erkannt worden.

Llnsere obige Definition enthält den Begriff des Geldes imallgemeinsten Sinne des gewöhnlichen Sprachgebrauchs, der alleErscheinungsformen des Geldes umfaßt in dem Sinne, in demman auch z. B. von Kapital und Vermögen alsGeld" spricht.Man erkennt nun, daß in jener Definition die Bezeichnung als

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