gleich zur Fläche die siebente, im Vergleich zur Einwohner-zahl die fünfte Stelle unter den preussischen Provinzen ein.
Den Ansprüchen der Provinz Posen als Grenzprovinzist man insoweit nachgekommen als sie auf der ca. 230 km.langen Grenze mit Russland im Jahre 4906'. den ersten,direkten Anschluss an das russische Schienennetz über Ka-lisch-Skalmierzyce erhalten hat.
Die zweite direkte Verbindung liegt für die ProvinzPosen in Westpreussen (Alexandrowo-Thorn). Die direktekürzeste Verbindungslinie Berlin-Warschau über Poscn-Stral-kowo-Konitz wird stets sehnlichst erwünscht, jedoch wirddie Provinz wohl noch lange auf die Realisierung diesesProjektes warten müssen.
Weil die Provinz Posen eine in das übrige östlichePreussen gleichsam hineingekeilte Lage hat, müssen allegrossen Verkehrslinien von Schlesien nach den nördlichenProvinzen oder von Russland nach dem Westen hin, dieProvinz berühren oder durchschneiden.
Das Bahnnetz in der Provinz Posen in Haupt- undNebenbahnen gehört 4 Direktionsbezirken an, und zwar:
Hauptb.
Nebenb.
km.
km.
dem
(Oels-Kempen i P. Wilhelms-brück Reichsgrenze)
12.88
Direktionsbezirk Danzig (Schneidemühl-Flatow-Konitz)
29.56
n
Direktionsbezirk Bromberg
412.96
650.06
»
„ Posen
754.96
586.25
der
52.61
1 197.48 1301.80
2499.28
Die Länge der einzelnen Eisenbahnlinien in den Eisen-bahndirektionsbezirken Bromberg und Posen am 2. Dezem-ber 1908 gibt die Tabelle II und III (siehe Anhang) an. Auchist in diesen angegeben, welche Strecken Haupt- und welcheNebenbahnen, welche zwei- und welche eingeleisig sind.