106 EIN MAR SCHALL STAB FÜR EINEN BESIEGTEIN
den er nach dessen Niederlage im thessalischen Feldzug von 1897 lautverhöhnt und öffentlich geschmäht hatte, überreichte Wilhelm II. jetztden preußischen Marschallstab, den Moltke und Roon getragen, den Kron-prinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich Karl für Wörth und Metzempfangen hatten. Über die Stellung meines Nachfolgers in diesem Durch-einander wurde mir im Winter 1913/14 aus der kaiserlichen Umgebung ge-schrieben: „Dem armen Bethmann gibt man noch drei bis vier Monate.Er macht einen sehr gedrückten Eindruck. Durch häushches Unglück (seinSohn, der üble Streiche machte, wurde vorläufig in ein Sanatorium gesteckt,soll später durch Ballin in Südamerika untergebracht werden) und weil erallmählich komische Figur geworden ist, hat er alle Nerven verloren.S. M. behandelt ihn ganz du haut en bas, duldet ihn aber, weil Bethmannin allem nachgibt."