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4 (1931) Jugend- und Diplomatenjahre
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DIE ENGEREN VERBÜNDETEN

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»eliabt, daß in der zweiten Septemberhälfte sowohl anf dem serbischen abauf dem bosnisch-montenegrinischen Kriegsschauplatz tatsächlich Waffen-ruhe eingetreten sei. Alle Mächte seien darüber einig gewesen, daß dieseFrist geeignet erscheine, den förmlichen Waffenstillstand anznhahnenund auch die Annahme von Friedensvorschlägen zu erreichen. So völlig dz*Einvernehmen über das in dieser Richtung zu erstrebende Ziel gewesensei. so hätten sich über die hierzu einzuschlagenden Wege doch zwischenden Mächten auseinandergehende Ansichten ergeben. Für die deutschePolitik müsse auch in dieser Lage das Festhalten an dem Einverständnismitunseren engeren Verbündeten bestimmend sein. Wir hättengegenüber einer politischen Frage, von der die Interessen Deutschlands nicht direkt berührt würden, lediglich in vermittelnder and wohlwollenderTätigkeit zwischen den uns gleich befreundeten Nachbarmächten Rußland und Österreich-Ungarn, die beide in weit höherem Grade an dem Schicksaldes Osmanisehen Reichs and seiner Bevölkerung beteiligt seien. Stellung:zu nehmen.

Das Zirkular schloß mit den Worten:So wenig danach zu vertemmemist, daß die augenblickliche Lage der orientalischen Angelegenheit«!! mrt -hafte und schwierige Aufgaben für die europäischen Kabinette im säeftischließt, so haben wir doch allen Grand, zu hoffen, daß die Ekantute nurVerständigung stark genug sein werden, um Zerwürfnissen dar Mäkthfleuntereinander auch ferner, wie bisher, vorzuheugen. IXamemllüdla diwrfem wiruns der Erwartung bingeben, daß Rußland und Österreich , die ömbesonderem Maße durch geographische Lage, historische GhoMmig turnilStammesverwandtschaft von den Schicksalen des Tfiurkäsehe® Buds anMitleidenschaft gezogen sind, trotz teilweiser Vercchiedenbriit dar Gesattas-punkte, durch die gegenwärtige Krisis zu einer Ausgleichung dkitjjeaaqgauRücksichten und Pflichten gelangen weiden, die jeder vom Iura zurr Säe-friedigumg seiner politischen und materiellem Lotaressem alk muaffi'rgtliwmilansieht. 1

Am 31 . Oktober hatte der rassische Botschafter im KtuusttunitihnpidLGeneral Igmatjew, ein Ultimatum an die Pforte gariiehfie#, im denn tenMisrtf.wurde, daß der Botschafter, wenn nicht in zweimal vammdzwanozag Söamfttn)ein efflektiv«r mtmd unbedingter W affeustilbtamd vom seeh® WaafiuEm ärö 2111zwei Momztem. der alle Kämpfenden umfasse, ahgeseliliaiafflmwmmib umflcfimiK n mim«minfla>mTiterni der türkischem Truppen nicht pesramfim&she WftnBimpfiEzur mmvetrwedhten EmsteDumg aller rmiititsimmrfhim* Ojr<tJEBttäuu!iii «ntlnilhwürden, srniüt dem Personal der Botschaft KomstamOimmgiKll wirftiwHHi) nnwum.Die Monte eraehrak und bewillliigte ramm Wafflemsttilllbttamd tram zaweaMmntHöii..Dieses emfisehsedeme rmtwbehe Auftreten. im lunnisttaimitQmapBll (funtfljcuiili <fitnpessörnffieheffl Steülmmgmahime des Zasern.

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