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4 (1931) Jugend- und Diplomatenjahre
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EINE FROHE BOTSCHAFT

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Rückversicherungsvertrages nicht lange verschließen. Er hat sich seitdem injeder Weise bemüht, seinen Fehler wieder gutzumachen. Bei Alexander III. gelang es ihm nicht. Er war und blieb diesem Zaren unsympathisch. Umso eifriger hat er später den Kaiser Nikolaus II. umworben, um mit ihmwieder zu einem Vertragsverhältnis zu kommen, was schließlich zu dergrotesken Konvention von Björkö führte.

Es wäre ein Irrtum, zu glauben, daß der Rücktritt des Fürsten Bismarck bei der Mehrheit des deutschen Volkes und nun gar unter den deutschenPolitikern Zorn, Entrüstung oder auch nur Trauer hervorgerufen hätte.Davon war zunächst nicht die Rede. Der Chefredakteur derKreuz-Zeitung , Dr. Kropatschelc, ein Patriot und ein vortrefflicher Mann, er-schien kurz nach dem Rücktritt des Fürsten Bismarck im KonservativenVerein in Rathenow mit den Worten:Eine frohe Botschaft, meineHerren! Von nun an werden wir nicht länger von der Familie Bismarck ,sondern von dem Hause Hohenzollern regiert. Der Führer der bürger-lichen Demokratie, Eugen Richter , in mancher Hinsicht ein tüchtigerMann, veröffentlichte in seinem Blatt einen Nachruf auf den größtenStaatsmann unseres Volkes, der an Plattheit, Kleinlichkeit und Niedrigkeitder Gesinnung nicht zu überbieten war. Die Präsidenten des Reichstages,der ohne Bismarck nicht existieren würde, des Abgeordnetenhauses, wo erin der Konfliktszeit seine genialsten Reden gehalten hatte, und des Herren-hauses, dessen verdientestes und jedenfalls berühmtestes Mitglied er ge-wesen war, nahmen von Bismarcks Rücktritt keine Notiz. Wenn ich nichtirre, waren alle drei Präsidenten Konservative, das heißt Mitglieder der-jenigen Partei, die, als Bismarck die Regierung übernahm, nach einembekannten Witzwort in einer Droschke Platz hatte, jetzt aber imReichstag wie im Abgeordnetenhause zu achtunggebietender Stärke empor-gewachsen war.

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Die Wirkungvon BismarcksRücktritt

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