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eines Privathochofens im Regierungsbezirk Frankfurt sind sie inlandesherrlichem Besitz.
Es betrug die Erzeugung:
des AerarS. der Privatwcrkc.
1837 .... 16,566 Ctr. 6,719 Ctr.1842 .... 25,827 - 7,000 -
1830 .... 8,157 - - 1,342 -
2. Der Schlesische Hauptbergdistrikt.*) DieserDistrikt umfaßt die Provinz Schlesien . Er zerfällt in den nie-derschlesischcn und obersch lesischen Bezirk.
Der erste, die Regierungsbezirke Breslau und Liegnitz um-fassend, hat eine nicht sehr bedeutende Eisenerzeugung. Im Re-gierungsbezirk Breslau ist es bloß die Grafschaft Glatz , die Roh-eisen aus den dort vorkommenden Magnet- und Brauneisensteinenerzeugt. 1837 waren dort 3, 1850 2 Hochofen in Betrieb.Im Regierungsbezirk Liegnitz ist dagegen die Zahl großer; siebetrug 1837 gegen 25, wovon 1850 aber nur noch 16 in Be-trieb waren; sie liegen über einen großen Theil des Bezirkes zer-streut, hauptsächlich in den Kreisen Sprottau , Rothenburg, Hovers-werda, Bunzlau und Sagan. Das Schmelzmaterial besteht fastausschließlich aus Rasenerz und werden daher meistens Gußwaa-ren erzeugt. Die Werke Niederschlesiens werden bei Holzkohlenbetrieben, jedoch Hütten gegenwärtig einige der im Regierungs-bezirk Liegnitz belegencn Hochöfen bei einer Mischung von Coaksund Holzkohlen, Die Eisenerzeugung ist hier im Rückschritt,wenngleich nicht im Verhältniß der kalt liegenden Hochofen; diesteigenden Holzkohlenpreise und die Entfernung von den Stein-kohlenrevieren tragen dazu hauptsächlich bei.
Oberschlesien , den Regierungsbezirk Oppeln umfassend,ist dagegen der Punkt, wo sich bis jetzt im ganzen Zollverein dieEisenerzeugung am stärksten konzentrirt findet und wo namentlichdie Coakseisenerzeugung ihren ältesten Sitz hat und quantitativam weitesten vorgeschritten ist.
Ueber die speziellen Verhältnisse der schlcsischen Eiscnproduktion han-deln die ausgezeichneten Schriften des Herrn Wachter, Königl. Hüttenin-spektor in Malapane: „Die Eisencrzcngnng Ober- und Nieder-Schlesiens,Bnsla» 18'l8."
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