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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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Nach dem verwandten Brennmaterial scheidet sich die schlesischeHochofenproduktion folgendermaßen:

, ^ ,. << Bei Coaks und Bci Coaks undBei Holzkohlen. . , - ,. ^<

^ Steinkohlen. Holzkohlen.

1837 . . . 509,169 Ctr. 170.000 Ctr. 15,000 Ctr.*)1842 . . . 461,152 - 311,422 - 41,017 -1850 . . . 666,706 - 349,638 - 100,000 - ")

Zählt man die Produktion bei gemischtem Brennmaterialdem Coakseisen zu, so stellt sich das Quantum im Jahr 1850auf etwa 40 Prozent der Gesammterzeugung der schlesischeuHochöfen. Die Coakseisenerzeugung der Privatwerke betrug1838 erst 53,044 Centner. 1850 dagegen 262,443 Centner.

Im Ganzen waren im schlesische» Distrikt 1837 76 Hoch-ofen im Betrieb, worunter 8 auf Coaks; 1850 betrug jeneZahl 86, worunter etwa 23 auf Coaks und gemischtes Brenn-material.

3. DerSächsisch-Thüringische Hauptbergdistrikt.Die Produktion dieses Distriktes, der die Provinz Sachsen um-faßt, ist nicht von bedeutendem Umfange, obgleich die Eisenindustrie hier seit Jahrhunderten ihren Sitz hat. Im Harz gehen3 Hochofen, welche die dortigen Roth-, Magnet- und Braun-eisensteine verhütten und insbesondere vorzügliche Hochofenguß-waaren liefern, worin sich vor Allem die Grast. StollbergischeHütte zu Jlscnburg auszeichnet. Im Regierungsbezirk Merseburg liegen noch einige Hochöfen zerstreut, die meist Raseneisenstcineverschmelzen. Darunter ist das Gräflich Cinsiedelnsche WerkLauchhammer gleichfalls durch seine Gußwaarenproduklion aus-gezeichnet. Im Thüringer Wald , in den preußischen EnklavenSchleusingen und Ziegenrück , kommen vorzügliche Braun- undSpatheisensteine vor, die aber meistens noch auf ganz veralteteWeise in den sogenannten Blauöfen verhüttet werden, derenjährliche Produktion hier gewöhnlich auf 500 bis 1000 Ccntnerpro Ofen zu veranschlagen ist. Die hohen Preise der Holz-kohlen, an manchen Punkten auch die bedeutenden Förderkostender Erze scheinen eine quantitative Entwicklung der dortigen

') Beruht ans Schätzung, da die bergamtlichen Nachweisnngcn diesQuantum nicht in allen Jahrgängen getrennt aufgeführt haben.