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Königliche Savnerhütte, 5er einzige Hochofen, der in diesem Be-zirk bis jetzt mit Coaks oder gemischtem Brennmaterial hüttet.Die Coaks bezieht er von der Saar . Der Verbrauch betrug 1847208 Pfund auf 1 Centner Roheisen; seitdem soll er etwas ge-ringer geworden sein. 1830 betrug die Produktion 41,905 Ctr.— Zwei Hochöfen am Rhein gehen auf Rohstahleisen.
Im Ganzen hatte der Bergamtsbezirk Siegen 1837 gegen50 und 1850 57 Hochöfen, darunter 2 landesherrliche, in Be-trieb; 9 gingen auf Rohstahleisen. Die Zahl der überhauptvorhandenen Hochöfen beträgt 63.
Auf dem linken Rheinufer wird die Eisenindustrie in zweiBezirken betrieben, dem Dürener und Saarbrücken In demDürener Distrikt hat die Eisenerzeugung ihren Sitz fast aus-schließlich im Schleidener Thal. Von 36 Hochöfen waren1850 dort 25 in Betrieb und zwar nur bei Holzkohlen. Eswird sehr wenig Gußeisen, meistens vielmehr Roheisen zum Vcr-srischen erzeugt, das man theilweise im Hochofen auf ähnlicheWeise hierzu vorbereitet, wie dies sonst beim Coakseisen in denAffinirfeuern geschieht. Die Lage dieses Distriktes ist der vonSiegen ganz ähnlich; nur eine Verbindung des Schleidener Ei-senreviers mit dem Steinkohlenrevier der Jnde vermag den dor-tigen Gruben- und Hüttcnbetrieb auf die Dauer aufrecht zu er-halten. In diesem Steinkohlenrevier selbst, in der Nähe vonStollberg , sind auch in neuerer Zeit Brauneisensteinlager entdecktworden und man muß es überhaupt als eine spezielle Wirkungdes belgischen Vertrags betrachten, daß hier noch gar keineCoakshochofenanlagen entstanden, wozu doch die geeignetenGrundlagen offenbar vorhanden sind.
Im Saarbrücker Distrikt kommen, außer Brauneisenstei-nen, hauptsächlich Thoneisensteine vor und zwar zum Theil innicht bedeutender Entfernung von dem Steinkohlenbezirk der Saar .Früher Hütteten alle Hochöfen, die namentlich im Hundsrück undin der Eifel zerstreut lagen, mit Holzkohlen; seit 6 Jahren hatindeß die Coakseisenerzeugung festen Fuß gefaßt und sind na-mentlich mehrere großartige Werke an der Saar und Mosel entstanden, z. B. Quint, Als, Mariahütte, Neunkirchen, Dillingen .Auch die Holzkohlenhochösen haben allmächtig Coaks zugesetzt;den im HundSrück belegenen hat namentlich die Rheinpfälzische