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Die Summe deS Raffinirstahls wird durchschnittlich um4000 Centncr erhöht werden können, die preußisch Thüringen und Schlesien darstellen. Die Betriebsvorrichtungen bestanden1830 für Rohstahl aus 143 Nohstahlseuern, für Cementstahlaus 7 Cementiröfen: ferner für Raffinirstahl aus etwa 105 Raf-finirwerken und für Gußstahl aus 58 Gußstahlöfen,An der Produktion von 1850 waren betheiligt:der brandenburgisch-preußischc Distrikt mit 3,160 Centnern Ce-mentstahl ;
der schlesische mit 1,630 Centnern Rohstahl;
der sächsisch-thüringische mit 4,918 Centnern Rohstahl;
der westphälische mit 41,261 Centnern Rohstahl, ferner57,220 Centnern Raffinirstahl und 17,336 Centnern Guß-stahl;
der rheinische mit 56,705 Ctrn. Nohstahl, ferner 11,159 Ctrn.Raffinirstahl und 309 Centnern Gußstahl.Von der gesammten Stahlproduktion von 1850 wurden94,259 Centner oder 87 Prozent aus Rohstahleisen des Berg-amtSbezirks Siegen dargestellt.
Wir sehen demnach die Erzeugung von Roh« und Raffinir-stahl feit langen Jahren ziemlich dieselbe bleiben, während dieGußstahlfabrikation in bedeutendem Fortschritte begriffen ist. Von1850 an tritt überdies der Puddlingstahl als ein neuer Faktorauf und somit dürfte die Produktion des Stahls binnen wenigenJahren eine ganz bedeutende Erweiterung und überhaupt eineUmgestaltung der früheren Verhältnisse zeigen.
2. Saiern.
§. 13. Von Preußen wenden wir uns zu den übrigenVereinsstaaten, wie sie nach Rang und Größe auf einander fol-gen. Dabei ist im Voraus zu bemerken, daß nur die wenigstenderselben eine genaue offizielle Statistik der Eisenerzeugung auf-stellen, so daß der größte Theil der folgenden Notizen, nament-lich was die älteren Jahrgänge betrifft, mit vieler Mühe aufden Grnnd von privativen Erhebungen zusammengestellt wor-den ist.
Mit Baiern beginnend, so ist in dem Verwaltungsjahr