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Die Hochofenproduktion betrug 18^*):
Rechts Links Summa i.Königr.
des Rheins. des Rheins. Baiern.
Roheisen....... 222,702 Ctr. 41,430 Ctr. 264,132Ctr.
Rohstahleisen..... 1,517 - — , 1,517 -
Gußwaaren aus E rzen 35,755 - 16,310 - 52,065 -Summa . . . 259,974 Ctr. 57,740 Ckr. 317,714 Ctr.
Die Produktion früherer Jahre anlangend, so kann man siefür 1834, beim Zusammentritt des Zollvereins, zu 250,000 Cent-nern annehmen (Nebenius giebt sie 1832 auf 251,000 Cent-ner, Hasse 1830 zu 250,000 Centnern an). Für 1842 istsie auf 300,000 Centner zu schätzen. Von da ab überstieg dieProduktion das oben angegebene Quantum von 18^, insbe-sondere im Jahre 1847, wo die Eisengewinnung der Pfalz dop-pelt so hoch war; sie betrug nämlich nach zuverlässigen Privat-angaben an Roheisen 104,000 Centner und an Hochofenguß-waaren 10,500 Centner, also im Ganzen 114,500 Centner.Wenn nun auch in Baiern, rechts des Rheins, die Produktionseit längerer Zeit ziemlich stabil geblieben ist, so muß dochschon mit Rücksicht auf die Pfalz für 1847 ein Quantum von400,000 Centnern als Erzeugniß sämmtlicher baierischer Hochofenangenommen werden, wovon es bis 1849 auf das obengenannteQuantum herabsank, während für 1850 etwa 350,000 Centneranzunehmen sein dürften.
Der Antheil des Aerars an der Hochofenproduktion von18^ betrug 75,911 Centner oder 24 Prozent der Gesammt-erzeugung, 1842 etwa 60,000 Centner; die betreffenden Werkeliegen sämmtlich rechts des Rheins.
An Betriebsvorrichtungen waren nach der amtlichen Auf-nahme Ende 1846 82 Hoch- und Blauöfen vorhanden, wovon6 auf die Pfalz . Nach den Nachweisungen von 18^ gab esderen 77, wovon 5 in der Pfalz . Unter den 72 Oefen rechtsdes Rheins befanden sich 55 Hochöfen und 17 Blauöfen (davon
') Der baierische Centner ist hierbei im Verhältniß 12:11 (eigentlich119,7:110) auf preußisches Gewicht reduzirt; die Differenz des Zollzentucrs(worin sich die Produktion der Rheiupfalz augegeben findet) ist jedoch unberück-sichtigt geblieben, wie dies auch bei Baden, Luxemburg u. s. w. geschehen wird.