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letzten Jahren zu regelmäßigem Betriebe gelangt und zwar vor-zugsweise die beiden letzten. Ohne Zweifel ist die Coakshüttereiin Sachsen noch großer Entwickelung fähig, während die Holz-kohleneisenindustrie bei theuren Erzen und bei immer steigendenHolzpreisen eher einer Einschränkung als Erweiterung entgegengeht. Eine Eisenbahn aus dem obererzgebirgischen Eisenstein-und Hütlenrevier nach dem Zwickauer Steinkohlendistrikt ist noth-wendige Vorbedingung, um die Holzkohleneisenproduktion zu er-halten und die Coakshütterei dem Erz- und Kohlenreichthumentsprechend ausdehnen zu können.
Folgende Tabelle stellt die sächsische Eisenprodukrion seit 1836zusammen. Dieselbe beruht auf genauen Erhebungen, wie siedie Königliche Bergakademie zu Freiberg jährlich anstellen läßt.
Hochofenproduktion des Königreichs Sachsen.
Jahr.
1.
Roheisen.
Ctr.
2.
Gußwaarenaus Erzen.
Ctr.
3.
Summad.Hoch-ofenproduktion.Ctr.
1836
71,963
27,464
99,427
1837
63,920
38,966
102,886
1838
59,880
40,408
100,288
1839
58,290
34,536
92,826
1840
74,500
31,243
105,743
1841
70,129
37,791
107,920
1842
78,942
38,411
117,353
1843
83,464
32,478
115,942
1844
79,455
35,876
115,331
1845
81,954
41,205
123,159
1846
78,933
42,069
121,002
1847
81,162
49,902
131,064
1848
104,720
36,452
141,172
1849
96,381
33,939
130,320
Für 1834 wird die Produktion auf 80,000 Centner undfür 1850 auf 140,000 Centner anzunehmen sein. Seit 1836bis jetzt haben 19 Hochöfen in Sachsen bestanden, damalssämmtlich auf Holzkohlen gehend, gegenwärtig 3 davon auf Coaks.