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die Anfragen des volkswirtschaftlichen Ausschusses der Frank-furter Nationalversammlung einliefen.
Darnach betrug die Hochofenproduktion*) des Großherzog-thumö Hessen :
^ , Gußwaaren ans ^.
Roheisen. Summa.
1840 . . . 79,340 Ctr. 36,558 Ctr. 115,898 Ctr.1847 . . . 116,624 - 36,861 - 153,485 -
Für 1834 wird man 80,000 Centner annehmen können;von 1840 bis 1847 fand ein allmähliges Steigen statt, insbe-sondere seit 1844. Das Quantum von 1847 ward bei 8 Hoch-öfen erblasen; auf einen kommen demnach 19,190 Eentner imJahr, oder die Hälfte mehr als in Preußen . Seit 1847 dürftedie Produktion ziemlich stabil gewesen sein, indem sich der ver-stärkte Betrieb des Michelstädter Werkes durch die Betriebsein-stellung zweier Hochöfen im hessischen Hinterland ziemlich aus-gleicht. Sobald aber günstigere Zeiten kommen, wird schon beiden jetzigen Anlagen die Produktion sofort über 200,000 Centnersteigen.
Für Gießerei sind 8 Cupol- und 3 Flammöfen vor-handen, wovon jedoch die meisten nur gelegentlich den Hochofen-gießereien zur Sluöhülfe dienen. Die jährliche Produktion istnicht über 6000 Centner anzuschlagen.
Die Stabeisenproduktion wird noch zur Hälfte beiHolzkohlen betrieben; es sind dazu 22 Frischfeuer vorhanden,meistens im Odenwald belegen, deren Gesammtproduktion 45,000Centner Schmiedeeisen betragen mag. Es wird übrigens auchim Odenwald nassauischcs und churhessisches Roheisen verfrischt.In den letzten Jahren ist übrigens auch mit dem Bau von Pudd-lingösen auf Steinkohlen vorgeschritten worden, trotz der großenEntfernung von den Revieren der Ruhr oder Saar . 1847 eristir-ten 8 Puddlingöfen, wovon 4 in Oberhesscn und 4 im Oden-wald ; die ersteren werden übrigens sehr schwach betrieben, dieletzteren, womit ein Walzwerk verbunden ist, weit stärker; mankann jetzt im Ganzen auf 45,000 Centner Puddeleisen rechnen.
') Nach der „Minerva" 1833: 100.000 Centner, nach Hasse 1836:70,000 Centner, nach v. Reden 1843: 143,000 Centner.