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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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Im Ganzen beträgt also die Stabeiscnerzcugung gegenwärtig ge-gen 90,000 Centner. Früher war die Holzkohlenfrischerei vonstärkerem, die Puddlingsrischerei dagegen von geringerem Umfangeund wird sich im Ganzen für 1834 ein Quantum von 50,000,für 1842 von 70,000 Centner annehmen lassen.

8. Draunschmcig.

K. 13. Auf das Herzogthum Braunschweig entfällt einnicht unbedeutender Theil der Eisenproduktion des Harzes, diesich zwischen ihm, Preußen, Hannover und Anhalt-Bernburg theilt. Die verhütteten Erze bestehen größtenteils aus Roth-und Brauneisensteinen, auch etwas Bohnerzen, deren Gewinnungund Transport durchschnittlich ziemlich theuer kommen. Als Brenn-material dienen ausschließlich Holzkohlen. Der größte Theil desHütten- und Grubenbetriebs ist ärarisch; von den vorhandenen10 Hochöfen ist nur einer seit 1845 in Privathänden, 8 gehörendem herzoglichen Aerar und einer Braunschweig und Hannover gemeinschaftlich, nämlich die Kommunionhütte Gittelde . lieber dieProduktion der herzoglichen Werke sind uns ganz genaue, überdie der beiden andern mindestens annähernd richtige Angabenzugegangen. Ueber die gesammte Eisenindustrie des Harzgebirgeömuß hier bemerkt werden, daß die vorhandenen ökonomischenGrundlagen es nicht gestatten, ihr ein günstiges Prognostikonfür die Zukunft zu stellen. Weder für den Hütten- noch denFrischereibetrieb läßt sich ein Ucbergang auf Steinkohlen, der großenEntfernung von den Kohlenrevieren halber, durchsetzen. Dabeiist die Gewinnung der Erze theuer und die Holzkohlenpreise wer-den eher steigen als fallen. Um so rühmenswcrther ist die außer-ordentliche Thätigkeit der Besitzer und Techniker, den Betrieb soökonomisch als möglich zu leiten und durch Qualität des Schmiede-eisens und Schönheit der Gußwaaren höhere Preise zu erzielen.Dies gilt fast von allen Hütten im preußischen, braunschweigischen,hannöverschen uud anhaltinischen Harz .

Die Produktion Braunschweigs-) (inel. Gittelde ) betrug:

") Der Brannschwcigcr Centner ^ 100 Pfd. Cvln. ist hierbei iu Prciiß.Centner k IM Pfd. verwandelt. Nach Hasse erzeugte Braunschweig ge-gen 1834- kl,150Ctr., nach Nebeiilus 1842: 75,000 Ctr., nach v. Re-den 1343: 76,000 Ctr.