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12. Die übrigen klemm Staaten und angeschlossenen
Gelnctsthcile.
K. 23. Auch in mehreren der kleinen Staaten und Gebiets-theile, die nicht selbstständige Glieder des Zollvereinverbandessind, sondern zunächst mit einem größeren Staate in engeremVerbände stehen, findet Eisenproduktion statt.
g. Die angeschlossenen hannöverschen Gebietstheile,Grafschaft Hohenstein und Amt Elbingerode . Dieser im Harzbelegene Distrikt hat 2 Hochöfen, die dem hannöverschen Aerargehören. Dasselbe besitzt im Ganzen 8 Hochöfen. Veranschlagenwir also die Produktion der auf Zollvereinsgebiet belegenen 2Hochöfen zu ^ der gesammten ärarischen Eisengewinnung Han-novers, so stellt sie sich (in preußischen Centnern) auf:1834 . . . 16,500 Ctr.1840 .. . 33,300 -1847 . . . 39,400 -
An Stabeisen werden bei 9 Frischfeuern und etwa 2 mitHolz oder Gasen betriebenen Puddlingöfen gegen 15,000 Ctr.jährlich erzeugt.
b. Anhalt-Bernburg besitzt das schön eingerichteteHüttenwerk Mägdesprung im östlichen Harz mit 1 Hochofen.Die jährliche Produktion ist seit 1834 von etwa 10,000bis auf 14,000 Centner gestiegen. Ein Theil derselben bestehtaus Gußwaaren; das Roheisen wird auf 4 Frischfeuern und zu-gehörigem Walzwerk weiter verarbeitet, etwa 8000 Centnerjährlich. Auch wird ein Puddlingöfen zeitweise mit Torfgasenbetrieben, wie man sich überhaupt auf Mägdesprung außerordent-lich bemüht hat, diese wichtige Neuerung praktisch durchzuführen.Das Herzogthum besaß auch 1847 5 Kupolöfen.
e. In Waldeck wird 1 Hochofen zu Berich an der Ederbetrieben. Nach Mittheilung des Besitzers betrug dessen Pro-duktion in den 17 Jahren von 1834 bis 1830 im Ganzen11,002,806 Pfund, was 5905 Centner im Jahre ausmacht; infrüheren Jahren war der Betrieb etwas stärker, seit 1848 schwä-cher und 1851 hat der Ofen kalt gelegen.
In dem Fürstenthum waren 1847 14 Frischseuer vorhan-den, wovon indeß durchschnittlich nur 8 in Betrieb. Ihre jähr-