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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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Eisensteingewinnung .... 10,210 Arbeiter.Roheisengewinnung .... 4,225 - -)Rohstahleisengewimnmg . . 78 -Gußwaaren auö Erzen . . . 5,077 -

Summa . . 19,580 Arbeiter.Zu dieser Zahl der direkt Beschäftigten gehören aber noch:erstens die zum Schlagen und Kohlen des Holzes, beziehungs-weise zum Fördern der Steinkohlen, und zweitens die zum An-fahren der das Gewicht des Roheisens um das 4 bis 7 fache über-steigenden Erze, Zuschläge und Brennmaterialien verwandten Ar-beiter; außerdem das Nerwaltungspersonal. Angaben hierübersind in den amtlichen Nachweisen nicht enthalten. Man kann de-ren Anzahl ungefähr der direkt bei der Eisensteinförderung beschäf-tigten Arbeiterzahl gleichstellen, wodurch sich also obige Summeauf mindestens 30,000 Seelen vermehrt.

Vielleicht noch richtiger wird man aus dem in dem Wertheder Hochosenvroduklion enthaltenen Arbeiterlohn auf die Zahl derArbeiter schließen können. Nach genauen Berechnungen von Ober-Bergrath Lossen und H. Klein sind in dem Preise des Cent-ners Roh - und Gußeisen 74,43 pCt. Arbeitslöhne enthalten. Nunbetrug nach den amtlichen Angaben der Werth der Hochosen-produktion von 1847: 6,518,461 Thlr. ; der Arbeitswerth stelltsich also nach obigem Prozentsatz auf 4,852,029 Thlr. Da mannun mit ziemlicher Sicherheit 140 Thlr. jährlichen Lohn auf einendirect bei den Gruben oder Hütten beschäftigten Arbeiter rechnenkann, so ergiebt sich durch Diviston die Zahl von 34,657 Men-schen; also 4,657 mehr als nach unserer Annahme, Wir haltengleichwohl die niedrigere Zahl fest, welche die untere Grenze der inWirklichkeit bei der eigentlichen Eisengewinnung beschäftigten Men-schen angeben dürfte.

Die Hochofenproduktion des Jahres 1847 betrug 2,680,318Centner; es kamen mithin auf einen Arbeiter 89 Ctr. jährlicher

*) Da in den Hütten, die auf Roheisen und auf Gußwaaren gehen,die Zahl der Arbeiter nicht dein entsprechend getheilt ist, so kaun hier uurder Summe der bei den Hochöfen beschäftigten Arbeiter eine Bedeutungzukomme».

Mitgetheilt in der Broschüre:Die Eisenindustrie Preußens. Berlin1S50" S. 17.