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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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enthält, welche wirklich zum Eingang verzollt oder schließlichabgefertigt worden sind, sei es bei den Eingangs-Aemtern, seiaus Niederlagen u. s. w,, mit einem Worte, Waaren, die in denfreien Verkehr übergegangen sind. Je nachdem also mehr oderweniger in die Entrepots gebracht oder aus denselben entnommenund verzollt oder wieder ausgeführt worden sind, wird die Summedes Gesammteingangs großer (oder auch kleiner) sein, als dieSumme der in den inneren freien Verkehr übergegangenen Waa-ren. So ist namentlich die Gesammteinfuhr in Klcineisen, Blech,Draht, Gußeisen, Eisen- und Stahlwaarcn ganz bedeutend größerals die Eingangsverzollung und hat man also die in der vori-gen Tabelle angegebenen Summen zu vergleichen.

Die als Einsuhr aus Rußland und Polen bezeichnetenQuanta sind sämmtlich polnischen Ursprungs. Ueber Krakaukommt auch polnisches oder galizisches Eisen. Was über dieGrenze von Galizien, Oesterreichs-Schlesien, Böhmen , Oester-reich und Tyrol eingegangen, ist sämmtlich als Fabrikat desösterreichischen Kaiserstaats (insbesondere Steiermarks) zu betrach-ten. Bei der Einsuhr aus der Schweiz ist etwas Eisen franzö-sischen Ursprungs (insbesondere Maschinen aus dem Elsaß ) ein-begriffen. Die Einfuhr aus Frankreich gehört lediglich der Pro>duktion dieses Landes an. Bei Belgien , das die Durchfuhr frem-den Roh- und Stabeisens prohibirt hat, ist das Gleiche der Fall;nur unter den Eisenwaaren befindet sich ein Theil englischen Ur-sprungs. Die Einfuhr über Holland gehört dagegen in Roh-eisen zu bis ^ der englischen und ^ bis ^ der belgischen(via Maas und Rhein ), in allen übrigen Eisensorten aber fastausschließlich der englischen Produktion an. Mit Ausnahme vonetwas Stangeneisen und Eisenwaarcn ist auch sast die ganze Ein-fuhr aus Hannover britischen Ursprungs; der Eingang findetmeistens über Bremen statt. Die Einfuhren über Mecklenburg ,die Nord- und Ostsee sind ebenfalls britischen Ursprungs, mitAusnahme einer Quantität schwedischen Roh- und Stabeisens undStahls, so wie einiger Eisenfabrikate, z. B. gußeiserne Geschütze.

Schließlich ist noch zu bemerken, daß auch einige Einfuhr vonEisenerzen aus Frankreich , Oestreich u, s> w. stattfindet, die abernur unbedeutend, auch in den Kommerzial-Nachweisungen nicht vonden andern Erzen und Stufen (pc>s. 7.) getrennt aufgeführt ist.

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