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Pfund pro Kopf annehmen können. — 18^-K war ebenfalls derwirkliche Verbrauch kleiner, als er sich nach obiger Rechnungherausstellt, theils wegen der ungewöhnlich starken Einfuhr bel-gischen Roheisens im Jahr 1850, theils wegen der bedeutendenVorräthe, welche die inländischen Werke aufgespeichert haben.
Den bedeutendsten Faktor der Verbrauchszunahme des Eisensseit 10 Jahren bildet der Eisenbahnbau. Wir wollen imFolgenden eine Berechnung des dazu verwandten Eisens geben.
Von den 7 Meilen Pferdebahn für Anfuhr der Saar - undRuhrkohlen abgesehen, die bereits 1826 gebaut wurden, sind inden 5 dreijährigen Perioden von 1836 bis 1850 im Zollvereinfolgende Eisenbahnlängen vollendet und in Betrieb gesetzt worden:
1836 — 38 . . .
6 Meilen
1839 — 41 . . .
. 84 -
1842—44 . . .
. 121
1845 — 47 . . .
. 269 -
1848-50 . . .
. 182 -
Summa . .
. 662 Meilen,
die Ende 1850 in Betrieb waren. Doppelgleisig sind davon nur100 Meilen, wovon etwa 20 von 1842—44, 50 von 1845 —47 und 30 von 1848—50 vollendet wurden.
Der Haupteisenverbrauch bei Erbauung der Eisenbahnenliegt in den Schienen. Dieselben sind im Laufe der Zeit immerschwerer gemacht worden; man kann für 18^°- 18 Pfund undfür jede folgende Periode 1 Pfund mehr, also 18^ 22 Pfundals Gewicht eines Fußes Schiene annehmen. Auch im Uebrigenist der Eisenverbrauch mindestens im gleichen Verhältniß gestiegen.Nimmt man nun als Minimum an, das sonst erforderliche Eisen-quantum für Ausweichgeleise, Stühle, Drehscheiben, Nägel, Lokomo-tiven, Maschinen, Wagen, Bauten zc. betrage halb so viel als daseinfache Schienengewicht (in England , wo weit mehr Eisen aufge-wandt wird, beträgt es mehr als das Doppelte), so wurde für dieMeile eingeleisiger Bahn in jeder der 5 Perioden verbraucht:18Sz . . 11,782 Ctr. oder auf Roheisen reduzirt 16,494 Ctr.18^- . . 12,436 - - - - - 17,410 -18^ . . 13,091 - - - - - 18,327 -I855 - - 13,745 - - - - , 19,243 -I8z^ . . 14,400 - - - - - 20,160 -
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