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an der Mosel , dicht unter der Oberfläche vorfindet, und durchWaschen von den anhängenden erdigen Theilen befreit wird.Gegen 94 pCt. alles in Frankreich gewonnenen Eisensteins bedarf(nach Laboulaye) einer solchen vorbereitenden Operation. 1847waren in 64 Departements 1473 Erzgräbereien und 318 Grubenvorhanden. Qualität und Eisengehalt dieser Erze sind sehr gering,allein eben so auch die Gewinnungskosten, und so wird es vonden meisten Werken mit oder ohne Zusatz besserer Erze verhüttet.Die große Mannigfaltigkeit und Verbreitung der Erzlager hatübrigens eine Zersplitterung der Eisenindustrie über ganz Frank-reich und eine Verschiedenheit der Methoden hervorgerufen, die,vom ökonomischen Gesichtspunkte betrachtet, viele Nachtheile mit sichführt, und die Hauptursache ist, daß Frankreich noch in Bezug aufdie Darstellung wohlfeilen Eisens hinter England und Belgien zurücksteht. Uebrigens hat die innere Konkurrenz in den letzten10 Jahren die Preise gewaltig herabgebracht.
Wenn auch im Ganzen die Coakshütterei in Frankreich seit1821 verhältnißmäßig langsam vorschritt, und diejenige Stufe derAusbildung noch nicht erreicht hat, wie in England und Belgien ,so ist sie doch auch nicht allzuweit mehr davon entfernt. EinzelneHüttenwerke sind schon seit Jahren im Stande, so billig zu pro-duziren, wie die genannten Länder, und so darf man hoffen, daßsich die französische Eisenindustrie binnen nicht langer Zeit zurfreien Konkurrenz auf der neuen Basis befähigt zeigen wird,welche sich in diesem Gewerbe in Großbritannien entwickelt hat.Dabei kann es freilich nicht ausbleiben, daß viele Departementsdiesen Erwerbszweig aufgeben müssen.
Die Verwendung der Holzkohle beim Hüttenbetrieb war bis1847 vorherrschend. Der Fortschritt der Produktion gehört indeßlediglich dem Betrieb bei Coaks an, während die Benutzung derHolzkohlen schon feit 10 Jahren stabil blieb. Uebrigens ist ineinzelnen Distrikten Frankreichs, ähnlich wie in Deutschland , Aus-sicht vorhanden, daß die Eisenerzeugung bei Holzkohlen, wennauch in beschränkterem Umfange, die Konkurrenz des Coakseisensnoch auf lange Zeit hin ertragen wird.
Gegen das Jahr 1837 begannen viele Werke, sich des ge-trockneten oder gedörrten Holzes anstatt der Holzkohlen zu bedie-nen; 1839 benutzten nicht weniger als 53 Hochöfen dieses Brenn-