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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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Eisenwerken, Erst 1750 ward es gestattet Roheisen in England einzuführen, weil dieses selbst Mangel daran fühlte; die Eisen-waarenfabrikation blieb immer noch verboten. Seit den Unab-hängigkeitskriegen begann nun die gewerbliche Entwickelung diesesaußerordentlichen Landes. Soweit zuverlässige Nachrichten zu er-langen sind, hat die Roheisenproduktion der Vereinigten Staatenbetragen:

1810..... 53,900 Tons

1830 ..... 191,540 -

1840 ..... 347,700 -

1845 ..... 486,000 - *)

1847 ..... 750,000 -

1849 ..... 564,755 -

Die Produktion des Jahres 1849 vertheilte sich folgender-maßen:

Pennsylvanien ..... 285,702 Tonnen

Ohio.......... 52,658

Maryland....... 43,641

Tennessee........ 30,420

New-Jersey ...... 24,031 -

Kentucky ........ 24,245

Missouri........ 19,250 -

New-York ....... 23,022

Virginien........ 22,163

Die übrigen Staate n. . 39,62 3 -

Summa. . . 564,755 Tonnen.Die Produktion des Gießereibetriebs wird 1849 aus 322,745Tonnen angegeben. Obgleich nun auch das eingeführte Roheisenfast ausschließlich vergossen wird, dürfte diese Angabe doch über-trieben sein, indem sie der Stabeisenfabrikation zu wenig übrig läßt.

1847 stand demnach die Produktion am höchsten und hatseitdem, in Rückwirkung der Krisen in Europa , einen bedeutendenRückgang erlitten. Für jenes Jahr ward zwar die Eisenerzeugungnach amerikanischen Quellen sogar zu 800,000 Tons angegeben;indeß sind solche Angaben mit Vorsicht aufzunehmen, da die

") Nach anderen Angaben, z. B. von Hartmann, betrug die Pro-duktion im Jahr 184S bereits 700,000 Tons.