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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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amerikanischen Statistiker häufig stark übertreiben.*) 750,000Tons oder 15 Millionen Centner dürsten immerhin als Marimumanzunehmen sein. Die Zahl der vorhandenen Hochofen betrug1810:153. 1830:239. 1840:450, 1845: 540^ und 1847 ge-gen 600. Etwas mehr als gehört noch der Erzeugung beiHolzkohlen an.

Den größten Theil an diesem Fortschritt der Produktion hatder Staat Pennsylvanien . Die dortige Eisengewinnung betrug:. 1841 .... 103,450 Tons.

1845 .... 211,500 -

1847 .... 389,350 -

1849 .... 285,702 - .1850 war die Erzeugung noch weit niedriger als 1849.Die höchste Produktion des Jahres 1847 betrug also 7,787,000Centner. 1840 waren 210 und 1850 298 Hochöfen vorhanden.Von der Produktion von 1847 waren 139,131 Tonnen bei mi-neralischem Brennmaterial, hauptsächlich Anthracit erblasen, daSübrige bei Holzkohlen. Pennsylvanien erzeugt hiernach ungefährdie Hälfte des in den Vereinigten Staaten gewonnenen Eisens.

Die Stabeisenfabrikation ist, was quantitative Ausdehnungund technische Ausbildung anbelangt, vollkommen gleichen Schrittgegangen. Die enormen Eisenbahnunternehmungen mußten dieseEntwicklung begünstigen. Die Werke der Mountsavage Com-pagnie in Maryland sind z. B. auf die jährliche Lieferung von4 Millionen Centner Eisenbahnschienen eingerichtet. Die Ver-einigten Staaten besaßen Ende 1849 6,440 englische MeilenEisenbahnen, oder 444 Meilen mehr als Großbritannien , beieiner um fast die Hälfte größeren Menschenzahl. Am 1. Januar1851 waren nicht weniger als 8,779 Meilen vorhanden. Wennnun auch eine verhältnißmäßig kleinere Zahl dieser Bahnen dop-pelgleisig gebaut ist und überhaupt kein so enormer Eisenaufwandstattgefunden hat wie in England , so kann man doch in Berück-sichtigung der größeren Meilenzahl das ganze Quantum demenglischen gleich rechnen, also für den Durchschnitt der letzten

') Wie überhaupt in Europa, und insbesondere in Deutschland , dieWahrscheinlichkeit dafür spricht, daß die Angaben über die Eiscnproduktion(insbesondere von Seiten der Privaten) eher zu niedrig gehalten sind, sofindet in den Vereinigten Staaten das Umgekehrte statt.