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1814. Mehrere im Jahre 1822 vorgenommene Erhöhungenwurden 1836 wieder beseitigt. Die neue Tarifirung des Eisensdatirt vom 25. Juni 1845; im Ganzen sind indeß seit 1814keine Aenderungen vorgekommen, die von wesentlichem Einflußauf die Lage der Eisenindustrie gewesen wären.
In Nuß land sind die vorstehend angegebenen Satze erstdurch den neuen Tarif (Ukas vom 10 November 1850) seit dem1. Januar 1851 eingeführt, der jedoch, was die Eisenzülle be-trifft, keine bedeutenden Aenderungen der früheren Sätze anord-net. Eine bedeutende Einfuhr ist bei diesen Sätzen unmöglich.Die Maschinen gehen meist ganz frei ein-
Die bei der Schweiz angegebenen niedrigen Zollsätze sinderst seit dem 1. Februar 1850 in Kraft. Bis dahin zahlte dasEisen an eidgenössischer Grenzsteuer nur 4 Kr., und feinere Waa-ren 8 Kr. pro Centner. Außerdem erhob aber jeder einzelneCanton seine besonderen Zölle, was jetzt weggefallen ist.
In den übrigen europäischen Staaten, wovon in vorstehen-der Zusammenstellung die Eisenzölle mitgetheilt worden sind, be-stehen dieselben theils seit langer Zeit unverändert fort, theilskann es kein Interesse gewähren, deren Entwicklung zu verfolgen.
In den Vereinigten Staaten Nord-Amerikas habenvielfache Schwankungen der Zollsysteme stattgefunden. Von 1804bis 1812 betrug der Zoll 15 und von da bis 1816 30 Pro-zent vom Werth. Von da ab stieg Roheisen erst auf 10 Doll.und 1828, wo überhaupt alle Eisenzölle am höchsten standen,auf Doll. 12. 50 Cent, pro Ton. Walzeisen stieg von 1816bis 1828 von 30 Doll. bis 37 Doll.. und Schmiedeeisen von9 Doll. auf Doll. 22. 40 Cent. Von da traten nun stufen-weise Ermäßigungen ein (beim Walzeisen alle 2 Jahre um 3 Doll.pro Ton), Ende 1842 zahlte Walzeisen nur 7^ Doll, proTon (etwa 14 Sgr. pro Centner) mehr. Von da ab stiegen dieZölle wieder und stehen gegenwärtig auf 30 Prozent des Werthes.
Es geht hieraus hervor, daß gegenwärtig folgende Staatenbei der Besteuerung des Eisens vom Prinzip des Schutzes dereinheimischen Industrie geleitet werden: Zollverein, Oesterreich,Belgien, Frankreich, Rußland, Schweden und die VereinigtenStaaten . Bei den übrigen Ländern liegen nur finanzielle Ten-denzen zum Grunde.