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der 1844 nur den Stabeiscnzoll von 1 Thlr. Mit diesem Ter-min ward es ausgeschieden und mit 3 Thlrn. belegt. Ausge-nommen blieben jedoch die Eisenbahnschienen, die noch jetztden Stabeisenzoll von Thlr . 1. 15 Sgr, tragen. Ja eS wardsogar im Jahre 1843 auf der sechsten General-Konferenz vonmehreren Staaten heftig bekämpft, die Schienen nur an der Er-höhung des gewöhnlichen Stabeisenzolls von 1 Thlr. auf Thlr. 1.15 Sgr. theilnehmen zu lassen, indem damals noch sehr wenigeinländische Werke auf deren Erzeugung eingerichtet waren.
Schwarzblech und Eisenplatten zahlten nach demTarif von 1818 in den östlichen Provinzen Preußens Thlr. 2.?H Sgr., in den westlichen 2 Thlr. Von 1822 bis 1831waren sie mit 3 Thlrn., von 1832 bis 1836 mit Thlr . 3.20 Sgr., von 1837 aber bis jetzt wiederum mit 3 Thlrn. be-steuert.
Weißblech zahlte 1818 in den östlichen Provinzen 4 Thlr. ,in den westlichen nur Thlr. 2. 15 Sgr. Von 1822 bis 1836trug es dieselben Zölle wie Schwarzblech, ward jedoch 1837wieder ausgeschieden und mit dem noch jetzt gültigen Satze von4 Thlrn. belegt. Anträge, die Frankfurt und Würtemberg aufmehreren Zollkonferenzen wegen Herabsetzung des Weißblechzollesstellten, wurden abgelehnt. Die von dem volkswirthschaftlichcnAusschuß der Nationalversammlung 1848 angestellten Enquötenergaben dagegen vielfache Anträge von Seiten der Produzentenauf Erhöhung nicht blos, der Zölle des Weißblechs, sondern auchder dünneren Sorten von Schwarzblech unter h Pfund proQuadratfuß.
Eisen - und Stahldraht sind im Tarif von 1818 mitThlr . 2. 15 Sgr. für die östlichen und 2 Thlrn. für die west-lichen Provinzen belegt; von 1822 an besteht derselbe Zoll sürDraht wie für Weißblech. Auch in Bezug hierauf sind sehrviele Anträge auf Erhöhung des Zolles der feineren Nummern(des Kratzendrahtes) eingegangen, so wie auf Beseitigung derEinfuhrbegünstigungen auslandischen Drahtes für die Kratzen-sabriken.
Die Stahlzölle haben im Vereinstarif ein eigenthümlichesSchicksal gehabt. 1818 nahm der Stahl im preußischen Tarifeine besondere Position ein; Rohstahl zahlte in den östlichen Pro-