— 207 — pro Zoll-Ctr.
- I0S,9 prcuß. Pfd.
Kupfer, Messing, Zinn (letzteres polirt) und anderenunedlen Metallen gefertigt sein, als: Gußwaaren(feine), Messer, Scheeren, Streichen, Schwerdtseger-Arbcit u, s. w, (mit Aussä'lnß der Näh- und Strick-nadeln); lackirte Eisenwaaren; auch Gewehre allerArt..........................Thlr, 10. — Sgr.
Die Eisenzollfrage vom Standpunkte der Theorie.
§. 44. Ehe wir daran gehen, die Eisenzölle des Vereins-tarifs zu vertheidigen und die Nothwendigkeit ihres vorlaufigenFortbestandes nachzuweisen, erscheint es unumgänglich nothwendigden wissenschaftlichen Standpunkt zu bezeichnen, welchen diese Ver-theidigung einnimmt. Dies berührt eine der größten Schwierig-keiten, welche der Behandlung handelspolitischer Delailfrazen ent-gegen stehen, Der Freihändler erkennt die Voraussetzungen nichtan, worauf die Beweisgründe des Schutzzollanhängers fußen undumgekehrt verhält es sich ebenso. Dabei ist es wiederum praktischunmöglich, sich jedesmal in eine erschöpfende Beweisführung vonder Richtigkeit seines ökonomischen Systems einzulassen, indemsoust jede Besprechung einer konkreten handelspolitischen Fragezu einem die ganze Wissenschaft der National-Oekonomie umfas-senden Lehrbuche erwachsen müßte.
Die hierin liegende Schwierigkeit kann nur dadurch verrin-gert werden, indem man erstens den eigenen Standpunkt scharfzeichnet und ihn zweitens dem gegnerischen so sehr als möglichnähert. Versuchen wir dies in der vorliegenden Frage.
Der Eisenzoll wäre gerichtet, wenn seine Vertheidigung dieAnerkennung der Grundsätze des Merkantilsystems zur Vor-aussetzung nähme. So gut wie die unbedingten Anhänger desFreihandelssystems, verwerfen auch wir die Lehre vom Geldreich-thum, von der Handelsbilanz, von der absoluten Verringerung deöNational-Vermögens durch die Einfuhr fremder oder seiner Ver-mehrung durch die Aussuhr inländischer Waaren. Wir erkennendie Richtigkeit des Grundsatzes: „da zu kaufen, wo es am wohl-feilsten ist," in gbstr3eto an und ebensosehr, daß die Werthver-hältnisse nicht an einem durch künstliche Preissteigerung konkur-rirender Güter geschaffenen Maaßstabe, sondern an dem der freien