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Nachforschungen gestützt, diese Selbstkosten ans 43 sk. 9 c>. proTon an, was Thlr 6. 27 Sgr. pro 1000 Pfd.") ausmacht.
Gegen Ende 1848 wurde das Handlungshaus Robinowsund Marjoribank's in Glasgow aus Privatwegen zur An-stellung genauer dcsfallsiger Ermittlungen veranlaßt. Sie legtendenselben die durchschnittlichen Erzeugungskosten von 48 Hochöfender Werke Gartsherrie, Coltneß, Blair, Carnbroe, Glengawork,Omoa und Forth zu Grunde, wonach sich die Ton auf sk. 43.6 ö. oder Thlr. 6. 25 Sgr. stellte.
Neuere Untersuchungen, auf direktem Wege die Produktions-kosten zu ermitteln, sind unsres Wissens nicht angestellt worden.Es herrscht übrigens nur eine unbedeutende Abweichung zwischendiesen Angaben. Aus der Verschiedenheit der Zeit, in welcherdiese ziemlich übereinstimmenden Resultate sich ergeben haben, gehtübrigens deutlich hervor, daß im Allgemeinen seit längerer Zeit(seit der allgemeinen Einführung der heiße« Gebläseluft, stärkererGebläsemaschinen und größerer Dimensionen der Oefen), keinewesentliche Reduzirung der Selbstkosten in Schottland mehr statt-gefunden haben kann. Nur bei einzelnen Werken, die früher inden technischen Einrichtungen zurückgeblieben waren, mag diesder Fall gewesen sein. Bei manchen andern haben sich im Ge-gentheil die Produktionskosten gesteigert, indem der große Gewinn,welchen dieselben realisirt hatten, den Grundbesitzern Veranlassunggab, bei Erneuerung von Pachtverträgen mit den Eisenwerk-Besitzern, einen weit höheren Zins für die Ausbeutung der aufihren Territorien gelegenen Steinkohlen^ und Eisenerzgruben inAnspruch zu nehmen. Diese Abgaben an den Grundbesitzer ha-ben bei einzelnen Werken eine Höhe bis zu 10—15 Prozent desEisenstein - und Kohlenwerthes erreicht, wiewohl sie allerdingssür den größeren Theil äußerst gering sind, und z. B. die Pro-duktion nicht annähernd bis zu dem Grade belasten, wie dieß dieBergwerksbesteuerung in den meisten deutschen Staaten thut.
Einen besseren und namentlich für eine handelspolitische Be-rechnung brauchbareren Anhaltpunkt, als auf dem Wege einer
") Der Livrc Sterling wird in diesen Rechnungen stets zu Thlr. 6. 25 Sgr-,der Schilling zu 10; Sgr. und die Tonne (slwrt vvviAky zu einem Gewichtvon 21L7 Pfund Preuß, angenommen.