— 239 —
damit der Roheisenverbrauch im Siegnischen selbst wieder gestie-gen. Soweit übrigens durch Zollmaaßregeln dem Gewerbe einerGegend geholfen werden kann, ist der Satz von 4V Sgr. alsgenügend sür diesen Distrikt anzusehen. Wie bei allem Holzkoh-leneisen, ist es auch hier sehr schwierig, die reinen Produktions-kosten zu berechnen, da die Kohlenpreise zwischen 20 — 30 Thlr.pro Wagen, a 25 Tonnen, wechseln"). Dabei fällt und steigtwohl der Preis der Kohlen mit dem des Eisens; allein daSFallen hat wieder seine bestimmte, schwer festzustellende Grenze,wo es durch den Werth des Holzes sür andere Verwendungs-zwecke aufgehalten wird. — Nach ziemlich übereinstimmenden An-gaben darf der Preis des zu einem Centner Roheisen erforder-lichen Erzes auf 47 Sgr. angenommen werden; die Grenzender Erzpreise sind von 20 Sgr. bis 2 Thlr. pro Tonne. AlsMitteldurchschnitt der Kohlenpreise in den letzten 40 Jahren sind25 Thlr. pro Wagen, ä 25 Tonnen, oder 4 Thlr. pro Tonneanzunehmen, was einem Holzpreis von etwa 2 Thlrn. pro KlafterEichen- und Buchenholz entspricht. Die Tonne Laubholzkohlenzu 400 bis 404 Pfund genügt nun, bei der außerordentlichenLeichtschmelzbarkeit und Reichhaltigkeit der siegnischen Erze, zumSchmelzen von 4 Centner Roheisen. Die Generalkosten sind imSiegnischen, soweit die Verwaltung auf gemeinschaftliche Rech-nung geht, sehr niedrig, außerordentlich hoch dagegen, wenn dieZinsen der Anlage- und Betriebskapitale und die Aufsichtskräfteder Einzelnen mit in Anschlag kommen, indem jeder Betheiligtedie Förderung und Anfuhr der Erze, den Ankauf der Kohlen,die Beaufsichtigung des Betriebs während seiner Hüttenzeit undden Verkauf des Produktes auf eigne Rechnung betreibt- 40 Sgr.pro Centner dürften nicht genügen. Die Selbstkosten stellen sichhiernach bei einem Preis von 25 Thlrn. pro Wagen Holzkohlen auf
') Auf der Hainer Hütte, in der Mitte des sicgnisckien Eisendistriktesbelegen, sind folgende Holzkohlenpreise pro Wagen s 25 Tonnen (gegen