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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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standpunkt aus die Besteuerung des Eisens zur Erzielung einermöglichst hohen Einnahme ziemlich passend normirt sein muß, sowie überhaupt das außerordentliche Steigen der Einfuhr den that«sächlichen Beweis geliefert hat, daß unsre Eiscnzölle sehr weitvavon entfernt sind, prohibitiv zu wirken. Das bedeutende Fal-len der Einnahme seit 1848 ist dagegen die natürliche Folgeder bekannten Ereignisse. Nach den in §. 29. bei der Berech-nung der Eisenkonsumtion festgehaltenen Perioden, stellt sich derjährliche Zollertrag im Durchschnitt folgendermaßen:

18^4Ms18^18^18^

7

18^-K

^"5 »

Jährlicher Zollertragvom Eisen:

348,234 Thlr-.551,301804,6541,651,8852,561,8561.256.674 ..

Auf den Kopf derBevölkerung:

0,44 Sgr.0,KZ

0,89

1,742, kl

1,26

Die Eisenzölle haben demnach für die Finanzen des Zoll-vereins eine sehr große Wichtigkeit. Sie ertrugen von der Brutto-Einnahme aus sämmtlichen Ein-, AuS- und Durchgangszöllen:

1834 . .

. . 2,2 pCt.

1842 . . .

. 5,6 pCt.

1835 . .

. . 2,3

1843 . . .

- 6,7

1836 . .

- - 2,o

1844 . . .

- 8,4

1837 . .

. . 3,5

1845 . . .

. 7,8

1838 . .

. . 3,4

1846 . . .

. 9,g

1839 . .

. . 3.4

1847 . . .

- 10,7

1840 . .

. . 3,8

1848 . . .

- 8,0

1841 . .

. . 4,t

1849 . . .

- 3,2

1850 . . .

. 5,4 pCt.

Es liegt auf der Hand, daß diese Besteuerung keinen direktenBeitrag für die inländische Eisenindustrie bildet. Die Erträgefließen in die Staatskasse und es wird dafür an di-rekten Steuern soviel weniger bezahlt. Auch ist bei demuniversellen Gebrauch des Eisens keine Steuer zu denken, die sichgleichmäßiger auf die Bevölkerung nach dem Maaßstab des Ein-kommens und Verzehrs vertheilte, als diefe. Das Verhältnißin welchem sie von den Eisenhändlern, Stabeisen- oder Maschi-nenfabrikanten, Gießereibesitzern, Eisenbahnaklionären u. s. w. vor-

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