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e. Begleichung der inländischen mit den britischen undbelgischen Eisenpreisen.
§. 54. Aus dem vorstehenden Beweis, daß das Stabeisennach 1844 absolut wie relativ niedriger gestanden hat als vorher,folgt allerdings noch nicht, daß der Stabeisenzoll überhaupt keineOpfer koste, denn vor 1844 bestand bereits der Satz von 1 Thlr.pro Centner. Um wieviel der Zoll also das inländische Fa-brikat absolut vertheuert, läßt sich nicht auf gleiche Weise be-rechnen, wie die Einflüsse der Zollmaaßregeln von 1844; rennes liegen durchaus keine Daten vor, wie die inländischen Preis-verhältnisse sich ohne den Zoll von 1 Thlr. gestalten. Woraufaber schon die Analogie der vorstehenden Rechnungen über dieRoh- und Stabeisenpreise hin weist, daß nämlich die Vertheuerungdes Fabrikats durch den Zoll nach den feineren Sorten hin ab-nimmt, und zuletzt ganz verschwindet, dieß wird die folgendeTabelle über die ausländischen Preise der verschiedenen Eisensortenund Qualitäten belegen und erklären. Sie wird zugleich denoberflächlichen Angriffen auf die Eisenzölle ein schlagendes Dementigeben, welche bei der Vergleichung der diesseitigen und ausländi-schen Preise die Qualitäten gar nicht berücksichtigen, und z. B.die Preise des Wales -Stabeisens, welches allerdings auf derBörse und bei den Eisenspekulanten die Hauptrolle spielt, für dieNormalpreise britischen Eisens ausgeben oder dessen Preise direktmit denen unseres Holzkohleneisens vergleichen, und die gefundeneDifferenz für das Maaß der stattfindenden Vertheuerung ausgeben.
Die nachfolgenden Preisnotizen sind, was England betrifft,dem im Frühjahr 1851 ausgegebenen Preisverzeichniß eines derersten Londoner Häuser entnommen, und was Belgien betrifft,den durchweg sehr niedrig gehaltenen Angaben der Produzentenim belgischen Preiskatalog der Londoner Industrie-Ausstellung.Die englischen Preise sind frei an Bord des nächstgelegenen Ver-schiffungsplatzes, die belgischen frei auf die Waggons der nächst-gelegenen Station verstanden.
Beim Roheisen ist noch zu bemerken, daß in Großbritannien im Wesentlichen nur Schottisches und Walesroheisen in den Han-del gelangt, und dabei von Letzterem fast nur bessere Sorten; eswird dort zwar auch ein ebenso wohlfeiles und an Qualität eher